ÖSV-Biathleten stellen sich nach Sanktionen "Sinnfrage"
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Skiverband offensichtlich um Beruhigung bemüht
Die vier österreichischen Biathleten Christoph Sumann, Ludwig Gredler, Daniel Mesotitsch und Fritz Pinter stellen sich nach den lebenslangen Olympia-Sperren durch das ÖOC gegen ihre Betreuer Markus Gandler, Alfred Eder, Heinz Mühlbacher, Walter Gapp, Walter Hörl und Stefan Rohrmoser die "Sinnfrage". Das Quartett sprach von Sperren gegen "völlig unbeteiligte Betreuer" und einer "dramatischen Notsituation".
"Durch das aus unserer Sicht in vorauseilendem Gehorsam gefällte Urteil des Österreichischen Olympischen Komitees und die nicht nachvollziehbare Olympia-Sperre an den Vorgängen während der Winterspiele in Turin völlig unbeteiligter Betreuer fühlen wir uns und unseren Sport in der Existenz bedroht", hieß es in einer Aussendung des Quartetts, dass sich durch "kaum interessierte Funktionäre unseres gesamten, perfekten Umfelds beraubt" fühlt.
Zudem sei zu bedenken, dass "auf Grund der Aburteilung Unschuldiger auch wir unbescholtenen Aktiven in das üble Licht unerlaubter Machenschaften gerückt werden". Der zugefügte Schaden scheint nach Ansicht der Biathleten "irreparabel", man stünde nun "vor den Trümmern jahrelanger Anstrengungen, harter Arbeit und privater Opfer".
Die vom ÖOC angekündigte Maßnahme, Dopingsünder auf Lebzeiten auszuschließen, sei für die ÖSV-Mitglieder bereits seit langem eine Selbstverständlichkeit gewesen. "ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel bezog in diesem Zusammenhang derart häufig und nachdrücklich Stellung, dass für uns nicht der geringste Zweifel bestand: Wer sich der Hilfe verbotener Mittel und Methoden bemüßigt, hat seine Mitgliedschaft im Österreichischen Ski-Verband auf der Stelle verwirkt."
Sumann und Co. wünschen sich, dass die Athleten und das Umfeld "mit Fairness und gemäß des Olympischen Gedankens behandelt werden". (apa/red)
