Afghanen sollen sich von Besatzern fern halten: Taliban bereiten Großoffensive vor
- Gates: Afghanistan ist auf dem richtigem Weg

·Wieder Selbstmord-
Anschlag in Kunduz
Afghanistan: UNO mahnt Schutz von Zivilisten ein
Die radikal-islamischen Taliban in Afghanistan haben eine massive Angriffswelle gegen die ausländischen Truppen im Land angekündigt. Vor diesem Hintergrund rief die Extremistengruppe die afghanische Bevölkerung auf, sich in den kommenden Wochen von NATO-Soldaten und ausländischen Militärstützpunkten fern zu halten.
Am Sonntag wurde indes ein afghanischer Mitarbeiter einer US-Sicherheitsfirma bei einem Taliban-Angriff getötet. Bei einem Selbstmordanschlag in Kunduz waren unlängst drei deutsche Soldaten gestorben.
Nach den vergleichsweise ruhigen Wintermonaten haben die aufständischen Taliban ihre Angriffe auf afghanische wie ausländische Soldaten in den vergangenen Wochen wieder verstärkt. Am Samstag waren ein NATO-Soldat und ein Dolmetscher bei einem Überfall im Osten des Landes getötet worden. Sieben weitere NATO-Soldaten wurden bei Gefechten verletzt.
US-Verteidigungsminister: Afghanistan ist auf richtigem Weg
US-Verteidigungsminister Robert Gates sieht Afghanistan trotz der jüngsten Angriffswelle von Aufständischen auf dem richtigen Weg zu mehr Sicherheit und Wohlstand. Die Strategie der USA und ihrer Verbündeten gehe langsam auf, sagte Gates zu Beginn seines Afghanistanbesuchs in Kabul. Die Staatengemeinschaft müsse nun alles daran setzen, dass es auf diesem Weg weitergehe.
Während seines Besuches wolle er sich unter anderem ein Bild davon machen, inwieweit die mehr als 40 beteiligten Staaten und zwölf Hilfsorganisationen ihre Arbeit abstimmten und wo es noch Verbesserungsbedarf gebe, erklärte Gates. Während seines Aufenthalts sollte er den afghanischen Präsidenten Hamid Karzai sowie seinen Ministerkollegen Abdul Rahim Wardak treffen.
Nach den vergleichsweise ruhigen Wintermonaten haben die aufständischen Taliban ihre Angriffe auf afghanische wie ausländische Soldaten in den vergangenen Wochen wieder verstärkt. Die Bundeswehr ist vor allem im Norden des Landes am Wiederaufbau beteiligt. Bei einem Selbstmordanschlag in Kunduz waren unlängst drei deutsche Soldaten getötet worden.
(apa/red)
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