Putin lehnt Auslieferung von Lugowoj ab: Beweise im Fall Litwinenko reichten nicht aus
- Verfassung Russlands verbietet Auslieferungen
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Alexander Litwinenko habe für MI-6 gearbeitet
·Der Fall Litwinenko - eine Chronologie!
Ex-Spion vom russischen Geheimdienst vergiftet?
·Wortlaut: Abschieds- Brief von Litwinenko
Vergifteter Ex-Geheim-Agent klagt Putin an
·Polonium in kleinen Dosen extrem giftig
Seltenes radioaktives Material sehr energiereich
·"Schattenmann"
im Fall Litwinenko
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von Mario Scaramella
Der russische Präsident Putin hat Großbritanniens Forderung nach der Auslieferung des früheren KGB- Agenten Andrej Lugowoj als politisch motiviert zurückgewiesen. Die vorliegenden Beweise im Fall des Giftmordes an dem Ex-KGB-Spion Alexander Litwinenko seien nicht ausreichend, sagte Putin in einem Interview der italienischen Zeitung "Corriere della Sera".
Lugowoj soll in Großbritannien des Mordes an Litwinenko angeklagt werden. "Der Verdacht liegt nahe, dass es sich um ein politisches Manöver derer handelt, die Terroristen und Diebe in ihrem eigenen Land verstecken", zitiert das italienische Blatt Putin. Der russische Staatschef wirft der britischen Regierung vor, dem tschetschenischen Rebellenführer Achmed Sakajew und dem Großindustriellen Boris Beresowski durch politisches Asyl Schutz vor der Strafverfolgung in Russland zu gewähren. Beide Männer werden in Russland gesucht.
Die Verfassung des Landes verbietet die Auslieferung russischer Staatsbürger. Selbst wenn dies nicht der Fall wäre, würden die Beweise nicht ausreichen, erklärte Putin. Es gebe in Russland außerdem eigene Ermittlungen gegen Lugowoj in dem Fall. "Wenn wir Beweise finden, werden wir gerichtliche Schritte gegen ihn einleiten."
Lugowoj und der Geschäftsmann Dimitri Kowtun hatten den Putin- Gegner Litwinenko am 1. November 2006 in einem Londoner Hotel getroffen. Er erkrankte noch am selben Tag und starb drei Wochen später an einer Vergiftung mit der radioaktiven Substanz Polonium 210. Anschuldigungen Lugowojs, Litwinenko sei als Doppelagent für Großbritannien tätig gewesen, wies die Witwe des Verstorbenen am Wochenende zurück.
Noch von seinem Sterbebett aus hatte Litwinenko die russische Regierung beschuldigt, sie habe seine Ermordung befohlen. Russland wies dies zurück.
(apa/red)
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