Offener Brief an Madeleines Eltern in "Bild":
Mutter von Natascha Kampusch fühlt mit
- Brigitta Sirny: "Auch meine Tochter würde entführt"
- Kate und Gerry McCann baten Spanier um Hilfe

·Wissen Hellseher wo entführtes Kind ist?
Polizei prüft alle Hinweise bei Suche nach Madeleine
·Papst tröstet Eltern von entführtem Kind
Mit Privatjet von Portugal
nach Rom zur Audienz
·Hoffnungsschimmer im "Fall Madeleine"
Polizei gibt Beschreibung eines Verdächtigen raus!
·Papst betet für entführte Madeleine
Benedikt XVI. trifft sich möglicherweise mit Eltern
·50 Mio. Besucher auf
'Maddie'-Suchwebsite
Weiter keine heiße Spur in Portugal. VIDEO
·Rowling, Rooney & Co
sammeln für Maddie
Rekordsumme für Suche nach entführtem Mädchen
Die Mutter von Entführungsopfer Natascha Kampusch fühlt mit den Eltern der am 3. Mai in Südportugal gekidnappten Madeleine. "Auch meine Tochter Natascha wurde entführt. 3.096 Tage lang war sie in der Gewalt eines Verbrechers", schreibt Brigitta Sirny in einem offenen Brief an das britische Ärzte-Ehepaar Kate und Gerry McCann, den die "Bild"-Zeitung druckte.
"Auch ich erlebte unendliche Stunden der Verzweiflung. Stunden, in denen ich mir immer wieder diese Fragen stellte: Warum? Warum ausgerechnet mein Kind? Wer tut so etwas? Wer entführt ein wehrloses Kind? ... Hätte ich es verhindern können, habe ich wenige Minuten versagt, die meiner Tochter Jahre ihres Lebens kosteten?", zitierte die Zeitung.
Sie wisse, wie viel Kraft es brauche, sich der Öffentlichkeit zu stellen, schreibt Sirny laut "Bild". Doch es sei richtig und wichtig, "denn das Schlimmste, das einem entführten Kind passieren kann, ist das Vergessen...".
Natascha Kampusch war am 2. März 1998 im Alter von zehn Jahren in Wien auf dem Schulweg entführt worden und mehr als acht Jahre in der Gewalt ihres Kidnappers. Am 23. August des vergangenen Jahres gelang ihr die Flucht, ihr Entführer nahm sich am selben Tag das Leben. Die Geschichte einer geraubten Jugend wurde zum Medienereignis des Jahres.
Unterdessen fand die portugiesische Polizei nach Angaben der Zeitung "24 Horas" die DNA einer "mysteriösen sechsten Person" in dem Zimmer, aus dem Madeleine am 3. Mai entführt wurde. Das Genmaterial, das mit keinem der McCanns und auch nicht mit dem einzigen bisher genannten Verdächtigen übereinstimme, sei einem forensischen Labor übergeben worden. Madeleine hatte mit ihren Zwillingsgeschwistern in dem Zimmer in der Ferienanlage geschlafen, während ihre Eltern in einem nahe gelegenen Restaurant zu Abend aßen.
In Madrid rief der Vater die Täter auf, "Maddie" unversehrt in einer Kirche oder an einem anderen sicheren Ort frei zu lassen. In einer Fernsehsendung über vermisste Personen trafen Madeleines Eltern die Familie des siebenjährigen Yeremi Vargas. Der Bub war vor drei Monaten auf Gran Canaria beim Spielen verschwunden. Auch Yeremis Eltern hatten sich an die Medien gewandt. Leider habe ihr Fall nicht eine solche Aufmerksamkeit bekommen, beklagten sie. Kate und Gerry McCann trafen auch den spanischen Innenminister Alfredo Perez Rubalcaba. Das britische Paar bat ihn, Suchplakate mit dem Bild ihrer Tochter zu verteilen.
Die 38 Jahre alten Eltern wollen mit ihrer internationalen Medienkampagne das öffentliche Interesse am Schicksal der Vierjährigen wach halten. Nachdem sie am Mittwoch in Rom Trost und Zuspruch bei Papst Benedikt XVI. gesucht hatten, wollen sie demnächst nach Berlin, Amsterdam und Marokko reisen.
(apa/red)
Fall Heidrun Wastl13:58
Die irre BeichteTatverdächtiger Erich W. spricht von Unfall - "Ich habe sie vermutlich getroffen"
Anders Behring Breivik19:11
War er Einzeltäter?Norwegens Polizei ist sicher, dass der Attentäter die Anschläge allein ausgeführt hat
