Montag, 4. Juni 2007

Einer der blutigsten Monate seit Jahren: 2.000 Zivilisten allein in Mai im Irak getötet!

  • 119 US-Soldaten im gleichen Zeitraum getötet
  • Extremisten ermorden in einer Woche 5 Journalisten

Trotz einer im Frühjahr gestarteten Sicherheitsoffensive ist der Mai im Irak einer der blutigsten Monate seit Jahren gewesen. Bei Kämpfen und Selbstmordanschlägen kamen fast 2.000 Zivilisten um Leben, wie irakische Behörden mitteilten. Das sind rund 30 Prozent mehr als im April. Außerdem starben im Mai, dem für die US-Armee verlustreichsten Monat seit zweieinhalb Jahren, fast 120 US-Soldaten. Die USA wollen laut Plänen des Pentagon einen Teil ihrer Streitkräfte langfristig im Irak stationiert lassen. US-Präsident George W. Bush schickt eine seiner engsten Beraterinnen zur Unterstützung der irakischen Regierung nach Bagdad.

Im Mai wurden 1.951 Zivilisten getötet und 2.011 verletzt, wie das irakische Verteidigungsministerium und das Gesundheitsministerium mitteilten. Im April waren fast 1.500 Zivilisten umgekommen. Außerdem kamen im Mai 46 irakische Soldaten und 127 Polizisten ums Leben.

Allein in den vergangenen Tagen wurden sechs US-Soldaten getötet, die meisten von ihnen bei Sprengstoffanschlägen, wie die Armee am Donnerstag mitgeteilt hatte. Bereits im April dieses Jahres waren 104 US-Armeeangehörige im Irak ums Leben gekommen. Die Zahl der insgesamt im Irak getöteten US-Soldaten stieg damit auf knapp 3.500.

Extremisten haben im Irak innerhalb einer Woche fünf Journalisten getötet. Das teilte die Organisation Reporter ohne Grenzen mit.

(apa/red)

4.6.2007 08:35