Weil Friede in immer weitere Ferne rückt: USA planen jahrzehntelangen Einsatz in Irak
- Verteidigungsminister Gates denkt an Modell Korea
- Gegenseitiges Abkommen soll Präsenz ermöglichen
Die Vereinigten Staaten wollen laut Verteidigungsminister Robert Gates einen Teil ihrer Streitkräfte langfristig im Irak stationiert lassen. Es sei immer noch geplant, die jüngste Sicherheitsinitiative der USA im Irak im September zu bewerten, sagte Gates im US-Bundesstaat Hawaii. Er denke aber schon weiter und überlege, wie die US-Armee auf lange Sicht im Irak präsent bleiben könnte.
Dabei schwebe ihm ein "gegenseitig anerkanntes Abkommen" für eine "lange und dauerhafte" militärische Präsenz im Irak vor, sagte Gates. Beide Parteien müssten einverstanden seien, und "gewisse Bedingungen" müssten erfüllt sein.
Er denke dabei an das Modell Südkorea, sagte Gates. Dort sind US-Soldaten seit dem Ende des Korea-Krieges von 1950 bis 1953 stationiert. Der Minister besuchte in Honolulu das US-Einsatzführungskommando für den Pazifikraum. Die USA haben derzeit rund 147.000 Soldaten im Irak stationiert.
(apa/red)
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