Weiterer Selbstmord nach Finanzskandal:
Beamter folgt seinem Minister in den Freitod

  • Korruptionsaffäre in Japan: Verdächtige unter Druck
  • Landwirtschaftsminister erhängte sich am Vortag

Nach dem Selbstmord des in mehrere Finanzaffären verstrickten japanischen Landwirtschaftsministers Toshikatsu Matsuoka hat offenbar ein weiterer in den Skandal verwickelter ranghoher Beamter den Freitod gewählt. Der ehemalige Chef eines staatlichen Forstwirtschaftunternehmens, Shinichi Yamazaki, sei mit schweren Kopfverletzungen tot auf dem Parkplatz seiner Wohnanlage gefunden worden. Der 76-Jährige sei vermutlich in den Tod gesprungen. Yamazaki war den Angaben zufolge mit einem Schlafanzug bekleidet.

Zuvor wurden seien zwei Mitarbeiter aus Yamazakis Firma J-Green festgenommen, die eng mit der Regierung zusammenarbeitet, hieß es in den Berichten weiter.

Die Staatsanwaltschaft werfe ihnen vor, öffentliche Aufträge manipuliert zu haben. In der Affäre sei auch Yamazakis Privatwohnung durchsucht worden.

Landwirtschaftsminister Matsuoka war am Vortag bewusstlos in seiner Wohnung gefunden worden und anschließend in einem Krankenhaus gestorben.

Matsuoka soll sich im Schlafanzug mit einer Hundeleine an seiner Wohnzimmertür erhängt haben. Dem 62-Jährigen wird unter anderem vorgeworfen, im Wahlkampf Bestechungsgelder angenommen zu haben.

(apa/red)

29.5.2007 08:24
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