Samstag, 2. Juni 2007

Senkung des Wahlalters auf 16: Mehrheit der Österreicher laut Umfrage skeptisch

  • Politisches Kalkül der Parteien als Motiv angenommen
  • Jugend werde sich kaum aktiver in Politik einbringen

Die Österreicher erwarten sich von der Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre eher wenig. Das ergab eine Umfrage des Klagenfurter Humaninstitutes. Lediglich 22 Prozent erwarten eine "generelle politische Aufbruchsstimmung" durch die Reform. Gleich 84 Prozent sind der Ansicht, dass politisches Kalkül, also die Hoffnung auf Wählerstimmen, die Parteien motiviert hat.

Auch die Chancen, dass sich die Jugend durch das Wählen ab 16 selbst aktiver in die Politik einbringen könnte, wurden von den 710 österreichweit Befragten nicht gerade euphorisch beurteilt. Gerade einmal zwölf Prozent bewerteten diese Chance als "sehr gut", 24 noch als "gut". 64 Prozent sehen die Chancen dafür "gering" bzw. "schlecht". Dies könne eher durch glaubwürdige Vorbilder erzielt werden, wie knapp zwei Drittel der Befragten meinten.(apa/red)

2.6.2007 12:24