Dissertation von Wissenschaftsminister Hahn: Uni Wien prüft jetzt den Sachverhalt
- Arbeit bleibt in Bibliotheken bis auf weiteres gesperrt
- Wissenschafter Weber warf Hahn Abschreiben vor

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Die Universität Wien prüft den Sachverhalt bezüglich der Vorwürfe gegen die Dissertation von Wissenschaftsminister Hahn. In den nächsten 14 Tagen soll entschieden werden, ob ein Verfahren eingeleitet wird, hieß es auf Anfrage der APA. Der Salzburger Medienwissenschafter Stefan Weber hatte Hahn vorgeworfen, in seiner an der Uni Wien eingereichten Dissertation "seitenweise abgeschrieben" zu haben.
Zuständig für die Prüfung bzw. Einleitung eines Verfahrens ist Studienpräses Brigitte Kopp. Dies gilt für alle Arbeiten, die während des Studiums verfasst wurden. Auf Grund der Vorwürfe ist die Dissertation in den Bibliotheken derzeit gesperrt. Sobald ein Verdacht aufkomme, würden Werke routinemäßig nicht mehr ausgegeben, hieß es.
Auch das Exemplar der Dissertation an der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB) ist bereits gesperrt. Man habe ein Schreiben von der Studienpräses mit der entsprechenden Bitte erhalten, dass es "zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis unabdingbar ist, dass das an der ÖNB aufliegende Exemplar solange für die weitere Entlehnung und für die Verwendung in der Scientific Community gesperrt wird, bis die Vorwürfe restlos geklärt sind", betonte man gegenüber der APA.
Weber hatte Hahn "seitenweises unzitiertes Abschreiben" und "absolut schlampiges Arbeiten" in dessen Dissertation vorgeworfen. Der Minister wiederum wies dies zurück und vermutete hinter Webers Angriffen Enttäuschung darüber, dass dieser vom Ministerium keinen Auftrag für eine Studie über Plagiate in Österreich erhalten habe.
(apa)
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