Mangelnde Maßnahmen gegen Rauchen? Kdolsky betonte "Vorreiterrolle Österreichs
- Gesundheitsministerin weist Kritik aus EU zurück
- Übergangsregelung für Lokale bei Umrüstung
·NETWORLD-UMFRAGE zum Blauen Dunst!
Generelles Rauchverbot in ganz Österreich?
·Zwei Drittel wollen rauchfreies Österreich
Glauben an positive Aus- wirkungen auf Gesundheit
·Sozialversicherung für mehr Prävention
Studie: Täglich sterben 38 Menschen am Rauchen
·Bis zu 14.000 sterben
jährlich am Rauchen
Mehr Tote als durch Aids, Alk, Morde oder Unfälle
·Alle Züge ab sofort rauch- und qualmfrei
PLUS: In EU wird es für Raucher immer enger
·Strafen bei fehlenden
Nichtraucherzonen!
Ministerin Kdolsky will ab 2008 hart durchgreifen
·Buchkritik: Ab jetzt ohne lästiges Qualmen
"Ab sofort Nichtraucher" hilft Ihnen beim Aufhören
·Lokale: Generelles Rauchverbot bleibt aus
Nichtraucher-Zonen: Die Betriebe hinken hinterher
·Rauchen schlimmerer
Killer als Aids-Virus!
Bis 2015 10 Prozent aller Todesfälle durch Rauchen
Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky hat am Rande des EU-Rats in Brüssel Kritik des europäischen Krebsverbandes zurückgewiesen, wonach Österreich Schlusslicht bei den Maßnahmen gegen das Rauchen sei. Kdolsky betonte am Weltnichtrauchertag vielmehr die "Vorreiterrolle Österreichs" in diesem Bereich.
Sie kenne den Bericht noch nicht, aber "ich verstehe den Inhalt nicht ganz". Österreich habe als eines der ersten Länder 2005 ein völliges Rauchverbot in allen überdachten öffentlichen Bereichen angeordnet. Da es mit der Selbstverpflichtung der Gastronomie für rauchfreie Räume nicht geklappt habe, habe sie nun ihren Vorschlag vorgelegt, dass Lokale ab 75 Quadratmeter eine 50:50-Trennung von Raucher- und Nichtraucherräumen ab 2008 realisieren müssten.
Dabei werde es natürlich auch eine Übergangslösung für die Umrüstung geben. Ob diese beispielsweise fünf Jahre dauern könnte, ist laut Kdolsky aber nicht vorstellbar. Gleichzeitig wollte sie sich hier nicht auf eine konkrete Jahreszahl festlegen. "Wenn ein Restaurantbetrieb beispielsweise geplant hat, in eineinhalb Jahren umzubauen, wäre es völlig verrückt, dass der dann vielleicht in drei Monaten etwas ändern muss." Sie sei sich auch bewusst, dass ihre Forderung zum Teil eine "Belastung für die Gastronomie" sei.
Wichtig sei eine friedliche Koexistenz von Rauchern und Nichtrauchern. Notwendig ist für die Ministerin auch die präventive Arbeit einerseits und dann müsse klargestellt werden, dass Rauchen eine Sucht sein könne. In Österreich gebe es 50 Prozent Raucher in der erwachsenen Bevölkerung, in anderen EU-Staaten nur 30 Prozent, sagte die Ressortchefin. Ziel sei, auf diese 30 Prozent herunter zu kommen. Wann dies der Fall sein sollte? - Kdolsky: "Am besten morgen", aber hier müsse man realistisch bleiben.
Was die Trennung in den Lokalen betrifft, "halte ich daran vollständig fest". Sie arbeite auch sehr gut mit Wirtschaftskammer und Gastronomie zusammen. "Ziel ist, dass Raucher- zu Nichtraucherlokalen werden". Die Gefahr, dass bei Lokalen unter 75 Quadratmeter Fläche, die wählen müssten, künftig ein Nichtraucher- oder ein Raucherlokal zu werden, die große Mehrheit für ein Raucherlokal votieren werde, sieht Kdolsky nicht: "Das wird der Markt entscheiden."
Dass Österreich laut einer der jüngsten Umfragen angeblich Schlusslicht bei der Forderung nach Rauchverboten ist, stört Kdolsky nicht. Die Gesundheitsministerin: "Ich bin sehr froh, dass die Österreicher skeptisch gegenüber Verboten sind. Wir sind ein freiheitsliebendes Land. Jetzt geht es darum, die Freiheit umzusetzen, in Selbstschutz und Selbstverantwortlichkeit."
(apa/red)
Fall Heidrun Wastl13:58
Die irre BeichteTatverdächtiger Erich W. spricht von Unfall - "Ich habe sie vermutlich getroffen"
Anders Behring Breivik19:11
War er Einzeltäter?Norwegens Polizei ist sicher, dass der Attentäter die Anschläge allein ausgeführt hat
