Donnerstag, 31. Mai 2007

SPÖ lenkt laut Neugebauer bei Vorschule ein: Wichtig für sprachliche Frühförderung

  • Kindergarten soll auch für Arme leistbar werden
  • Familienverband: Letztes Kindergartenjahr gratis

Ein "Einlenken der SPÖ auf die ÖVP-Linie" in der Diskussion um ein verpflichtendes Vorschuljahr ortet ÖVP-Bildungssprecher Fritz Neugebauer. Dies sei ein wichtiger Schritt, die sprachliche Frühförderung im Kindergarten umzusetzen. Wie Neugebauer in einer Aussendung erklärte, soll der Kindergarten der Ort sein, der die Kinder auf die Schule vorbereitet.

Dafür benötige man einen nationalen Bildungsplan für die sprachliche Frühförderung im letzten Kindergartenjahr. Zudem müssten Möglichkeiten geschaffen werden, dass alle Kinder einen Kindergarten besuchen können, weil viele sich einen Kindergartenplatz einfach nicht leisten könnten. Deshalb müsse rasch das letzte Gratis-Kindergartenjahr eingeführt werden, forderte Neugebauer, der auf Bundesländer wie Tirol oder Oberösterreich verwies, wo fast alle Kinder im Kindergarten betreut würden. Auch in Niederösterreich sei der Kindergarten im letzten Jahr gratis. "Nur in Wien gibt es Probleme", so Neugebauer.

Der Katholischer Familienverband spricht sich für ein verpflichtendes kostenloses letztes Kindergartenjahr statt einem Vorschuljahr aus. Dies sei im Sinn der Integration und Sprachförderung sinnvoll.

Die Armutskonferenz sieht in der Zeit bis zum sechsten Lebensjahr große Chancen, sozial benachteiligte Kinder spielerisch und individuell zu fördern. Bei den Vier- bis Sechs-Jährigen hätten Kinder aus armutsgefährdeten Haushalten aber eine deutlich geringere Betreuungsquote (57 Prozent) gegenüber nicht armutsgefährdeten Kindern (75 Prozent), wie aus dem aktuellen Armutsbericht hervorgeht. Deshalb müsse der Kindergarten "für Niedrigstverdiener leistbar sein".

(apa/red)

31.5.2007 14:25