"Ich war ein Koma-Trinker": In NEWS packt jetzt ein jugendliches Alkohol-Opfer aus!
- Warum sich ein 15-jähriger Steirer bewusstlos trank
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In NEWS spricht jetzt ein Alk-Opfer: Warum sich ein 15-jähriger steirischer Bub in die Bewusstlosigkeit trank.
Das Letzte, woran sich Thomas* erinnern kann, ist die Bank vor der Buschenschank nahe Kaindorf in der Oststeiermark: "Ich habe getrunken und getrunken, dann nur noch gespürt, dass es mich dreht." Irgendwann in dieser Nacht vom 25. auf den 26. Mai kapituliert dann der Körper des 15-Jährigen vor den Unmengen an Cola-Rot, Whisky und Schnaps.
Thomas sackt auf der Bank zusammen und fällt in die von der Nacht schon feuchte Wiese. "Als ich aufwachte, habe ich nicht gewusst, wo ich bin", erinnert sich Thomas an den Tag danach. Woran er sich nicht mehr erinnern kann: Die Jugendlichen, alle zwischen 14 und 17 Jahre alt und auf einer Geburtstagsparty in der Buschenschank, riefen seine Mutter an, die die Rettung holte.
Als der Notarzt und die Sanitäter den bewusstlosen Burschen finden, ist klar: sofortige Einlieferung in ein Spital. Im Krankenhaus in Oberwart stellen die Ärzte eine massive Alkoholvergiftung fest: Zwei Promille Alkohol muss der Körper des 15-Jährigen verarbeiten.
Ins Koma saufen
Was bei Erwachsenen als Schwips durchgeht, kann für Jugendliche oder Kinder fatale Folgen haben. Schon mit 0,5 Promille Alkohol im Blut kann ein kleineres Kind bewusstlos werden.
Auch die Gewöhnung des Körpers an Alkohol spielt eine wesentliche Rolle: Während ein Erwachsener in aller Regel seinen Körper daran gewöhnt hat, fehlt bei einem Jugendlichen jegliche Alkoholtoleranz. Die Folge: Der junge Körper kann dann mehrere Alkopops, Bier oder Wein nicht verarbeiten, schon nach geringen Mengen folgt die Bewusstlosigkeit.
Ein Liter Bacardi pro Nacht
"Bei so einer Party wird nur gesoffen, bis zum bitteren Ende, bis eine Rauferei da ist oder jemand bewusstlos wird", erzählt Philipp*, der nur wenige Ortschaften entfernt von Thomas lebt. Philipp ist 17 und war einer der Mutigen in der Nacht von Freitag auf Samstag - er schaute nicht weg, als er Thomas leblos am Boden liegen sah, sondern beschloss mit ein paar anderen, Thomas' Mutter anzurufen.
"Er ist, bevor er rausgegangen ist, nur noch am Tisch herumgehangen, hat seinen Kopf nicht einmal mehr unter Kontrolle gehabt, der ist hin und her geschlenkert, alle haben gelacht", erinnert er sich an die Party.
Das Lachen wäre den einen oder den anderen spätestens am nächsten Tag vielleicht im Hals stecken geblieben. Nämlich dann, wenn die Rettung Thomas nicht rechtzeitig in das Krankenhaus gebracht hätte und sein Körper mit den Mengen an Whisky und Schnaps alleine hätte fertig werden müssen.
Dann wäre er in seinem komatösen Tiefschlaf gefangen gewesen und beim unweigerlichen Erbrechen nicht aufgewacht. Dann hätte der Arzt am nächsten Tag nur noch den Totenschein ausstellen können. Todesursache: Ersticken.
Philipp hat mit Gel gestylte Haare und dunkelbraune Augen. Er hatte seinen ersten Rausch auch schon mit 15. Heute, zwei Jahre später, sagt er, dass er "vom Alkohol weg" sei.
Der Absprung gelang gerade noch rechtzeitig: "Zuletzt habe ich jedes Mal, wenn ich fort war, mindestens eine Flasche Bacardi pro Abend getrunken."
Die ganze Story und das Interview mit dem 15-jährigen Thomas lesen Sie in NEWS 22/07!
*Namen von der Redaktion geändert
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