Mittwoch, 30. Mai 2007

Spurensicherung nach Stradivari-Diebstahl am Werk: Noch keine konkreten Hinweise

  • Ermittler gehen weiterhin von "Zufallstreffer" aus
  • Polizei ist sicher. Einbrecher waren dennoch Profis

Nach dem Stradivari-Diebstahl aus der Wohnung des bekannten Wiener Geigers Christian Altenburger haben die Ermittler bisher keine konkreten Hinweise erhalten. Große Hoffnungen setzt die Polizei nun auf die Ergebnisse der Spurensicherung. Die Kriminalisten gehen davon aus, dass die Täter zwar Profis waren, aber dennoch einen "Zufallstreffer" gelandet haben.

"Wir nehmen derzeit an, dass die Täter nicht gezielt auf die Instrumente aus waren. Erst als sie die Wohnung gesehen haben, dürfte ihnen klar geworden sein: Da ist mehr zu holen", so ein Ermittler im Gespräch mit der APA. Alles warte nun gespannt auf die Erkenntnisse aus der Spurensicherung. "Wir hoffen ganz stark auf die Resultate. Die müssten in den kommenden Tagen eintreffen."

In der Zwischenzeit werden sämtliche Personen, die nicht in dem Haus in Mariahilf wohnen, aber trotzdem Zugang hatten, überprüft. "Wir gehen auch allen Hinweisen nach, die wir erhalten. Es ist sogar einer aus Vorarlberg gekommen", so der Ermittler.

Dem 49-jährigen Altenburger, der von einem Konzert in Deutschland zurückgekehrt war und seine Wohnung verwüstet vorgefunden hatte, gehe es wieder etwas besser. Die Aufregung habe sich zwar gelegt, die Sorge um die wertvollen Musikinstrumente sei jedoch groß. Ein Versicherungsbetrug wird laut Polizeiangaben nicht in Betracht gezogen.

Als Nachteil habe sich die Tatsache erwiesen, dass die Wände des Musikers schalldicht sind. Die Einbrecher konnten somit den Wandsafe, in dem die Stradivari deponiert war, in aller Ruhe aufschweißen. Nebst Stradivari im Wert von zwei bis 2,5 Mio. Euro wurden auch eine rund 120.000 Euro teure Vuillaume-Geige, drei Geigenbögen im Wert von 12.000 Euro sowie elektronische Einrichtungsgegenstände gestohlen.

(apa/red)

30.5.2007 12:03