Mittwoch, 30. Mai 2007

Führungswechsel in Vorarlberger SPÖ: Sader zieht sich mit November 2007 zurück

  • Entscheidung aus "rein persönlichen Gründen"
  • Ritsch wird vorraussichtlich Nachfolge antreten

Der Führungswechsel in der Vorarlberger SPÖ ist laut Noch-SPÖ-Chefin Sader in "großer Einmütigkeit" über die Bühne gegangen. Ihre Entscheidung, im November dieses Jahres nicht mehr für den Landesparteivorsitz zu kandidieren, habe "rein persönliche" Gründe gehabt, betonte Sader in Bregenz. An ihre Stelle wird voraussichtlich der Landtagsabgeordnete Ritsch treten.

Sie wolle den Parteivorsitz vor den Landtagswahlen 2009 übergeben. Sie übergebe eine schuldenfreie Partei, die sie "zurück auf die Siegerstraße geführt" habe. Ihre Ziele mit der Partei habe sie erreicht, erklärte Sader.

Die Parteigremien hätten ihren Rückzug mit Bedauern, aber mit Verständnis aufgenommen. Ihre Entscheidung sei bereits vor Monaten und "völlig ohne Not" gefallen. Sie selbst werde zumindest bis 2009 Landtagsabgeordnete bleiben.

Ritsch, der es bei den Gemeinderatswahlen 2005 in Bregenz in die Stichwahl um den Bürgermeistersessel schaffte und die absolute Mehrheit der Volkspartei brach, konnte sich am Mittwoch weiterhin vorstellen, Bregenzer Bürgermeister zu werden. Eine Entscheidung werde aber erst nach den Landtagswahlen fallen.

Die Kritik der politischen Mitbewerber, etwa von Landesstatthalter Wallner und Landesrat Egger, Ritsch habe an Saders Stuhl gesägt, wies Sader zurück. Menschen, die "nur in solchen Kategorien denken" könnten, könne sie nur bedauern.

Sader hatte ihren Verzicht gegenüber dem Landesparteivorstand erklärt und Ritsch als ihren Nachfolger vorgeschlagen. Ritsch wurde laut SPÖ vom Landesparteivorstand einstimmig für den Parteivorsitz nominiert. Im SPÖ-Landtagsklub soll Ritsch den Clubvorsitz von Sader übernehmen. Die diesbezügliche Wahl werde im September erfolgen. (apa/red)

30.5.2007 10:58