Nach Studenten-Wahlen: Punktesieg für
Rot-Grün im Rennen um Vorsitz der ÖH
- Zwei Mandatare wollen linke Exekutive stützen
- Schwierige Koalitionsverhandlungen stehen bevor

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Bei der Sitzung der Wahlgemeinschaft der kleineren Pädagogischen Akademien (PädAK) in Linz hat Rot-Grün einen Punktesieg im Rennen um den Vorsitz in der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) errungen. Die beiden gewählten Mandatare Florian Sadrawetz (PädAK der Diözese Innsbruck in Stams) und Murat Hirsekorn (Islamische Religionspädagogische Akademie) wollen zwar keiner der großen Fraktionen beitreten, bei der Vorsitzwahl aber eine linke Exekutive unterstützen, hieß es gegenüber der APA.
Beide Mandatare wollen sich in der Bundesvertretung dem so genannten "Kritischen Inhaltsorientierten StudentInnenclub" (KIOSK) anschließen. In diesem sind jene Studenten-Parlamentarier vereint, die sich keiner Fraktion zugehörig fühlen, auf Fraktionsrechte aber nicht verzichten wollen.
Auch an einer anderen Front gab es gute Nachrichten für Rot-Grün: Auch Elisabeth Heiligenbrunner, direkt gewählte und bisher noch nicht für eine Fraktion deklarierte Mandatarin der Pädagogischen Akademie Graz, will sich dem KIOSK anschließen und bei der Vorsitz-Wahl für eine linke Exekutive votieren.
Damit kann sich Rot-Grün in der 66-köpfigen Bundesvertretung bei der Vorsitzwahl auf 29 Mandatare (Verband Österreichischer StudentInnen/VSStÖ: 11 und Grüne und Alternative StudentInnen/GRAS: 15) stützen. Die VP-nahe AktionsGemeinschaft (AG) kommt auf 20 Mandate, die Fachschaftslisten (FLÖ) auf 13. Der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS), der Kommunistische StudentInnenverband (KSV) sowie das Liberale Studentinnen und Studenten Forum (LSF) haben je ein Mandat. Ein weiterer Sitz entfällt auf eine Liste, die sich vorerst nicht für eine Fraktion deklariert hat.
Damit dürften AG und FLÖ mit ihren gemeinsam 33 Mandaten hauchdünn keine eigene Mehrheit zu Stande bringen und im Fall einer Koalition auf die Stimmen des LSF angewiesen sein. Umgekehrt hätten GRAS und VSStÖ zusammen mit den FLÖ eine bequeme Mehrheit. Die FLÖ haben sich noch offen gelassen, ob und mit wem sie koalieren wollen.
Pädaks mit weniger als 1.000 Studenten entsenden bei der ÖH-Wahl keine Direkt-Kandidaten in die Bundesvertretung, sondern bilden eine "Wahlgemeinschaft", für die insgesamt zwei Sitze reserviert sind. Wer diese einnimmt, wird bei einer gemeinsamen Sitzung dieser Universitäts- bzw. Akademievertretungen entschieden
(apa/red)
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