Nach Temperatursturz kehrte Winter nach
"Österreich" zurück: Bis zu 50 cm Schnee!
- Sperren und Behinderungen im Westen des Landes
- Vorsicht: Sogar kleinere Murenabgänge zu erwarten
Während man in Vorarlberg am Pfingstwochenende bei Temperaturen von bis zu 28 Grad noch baden gehen konnte, ist jetzt in den Bergen Schneeschaufeln angesagt. Nach einem Temperatursturz zu Wochenbeginn erreichte das Thermometer im Ländle laut ZAMG Wetterdienst nur mehr Werte von zwei bis neun Grad. Ab einer Höhe von 1.200 Metern schneite es teils kräftig.
Die stärksten Niederschläge fielen laut ZAMG Wetterdienst Bregenz in der so genannten Nordstaulage, dem Bregenzerwald. Dort gingen teils ergiebige Regen- bzw. Schneefälle nieder. Es können zwischen 20 und 50 Zentimeter Neuschnee dazu kommen. Besonders betroffen waren außerdem das Kleinwalsertal, der Arlberg und das Montafon.
Laut den Meteorologen musste in tieferen Lagen mit Niederschlägen von 50 bis 100 Litern pro Quadratmeter gerechnet werden. Bei diesen Regenmengen seien kleinere Murenabgänge zu erwarten, Hochwasser sei aber höchstens lokal vorstellbar, so der ZAMG Wetterdienst.
Der Temperatursturz sorgte für winterliche Bedingungen auf den höher gelegenen Straßen Vorarlbergs. Auf der Silvretta-Hochalpenstraße herrschte Schneekettenpflicht für alle Fahrzeuge. Lkw benötigten Schneeketten zwischen Stuben und St. Christoph (Arlberg), zwischen Lech am Arlberg und der Alpe Rauz, ebenso zwischen Warth am Arlberg und Dornbirn.
Kälteeinbruch in Tirol: Zahlreiche Pässe gesperrt
Wegen Schneefall sind auch in Tirol zahlreiche Pässe gesperrt worden. Ab einer Höhe von 1.500 Meter waren die meisten Pässe unpassierbar. Von der deutschen Seite nicht befahrbar war unter anderen auch der Achenpass.
Auch die Straße über das Timmelsjoch zwischen dem Nordtiroler Ötztal und dem Südtiroler Passeiertal wurde gesperrt. Nur mit Schneeketten passierbar waren die Arlberg-Passstraße, Lechtal-Straße, Hahntennjoch, Silvretta Hochalpenstraße und die Großglockner Hochalpenstraße. Auf den Bergen wurden Neuschneemengen von bis zu 20 Zentimetern gemessen, meldete der ÖAMTC.
Starker Niederschlag in Form von Schnee und Regen fiel vor allem im östlichen Unterland im Bereich Kufstein. Dort lag die Schneefallgrenze zum Teil zwischen 600 und 700 Metern, erklärte ein Sprecher des ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik).
(apa/red)
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