Freitag, 25. Mai 2007

ÖAMTC testete 26 verschiedene Kindersitze:
Billige Systeme sind nicht empfehlenswert!

  • Maxi Cosi Cabriofix mit Easyfix erreichte Top-Wertung
  • Aber Achtung: Schwere Fehler beim Einbau möglich

Ein ÖAMTC-Test von Kindersitzen zeigt: Billigprodukte bieten wenig Sicherheit. Die Günstigste (Teamtex Newfix SP, 69 Euro) von 26 unter die Lupe genommenen Rückhalteeinrichtungen verschiedenster Gewichts- und Preisklassen fiel eindeutig durch, teilte der Autofahrerclub am Donnerstag in einer Aussendung mit. An den "Maxi Cosi Cabriofix mit Easyfix" vergaben die Tester hingegen ein "hervorragend".

Überprüft wurden gleichermaßen Bedienung und Sicherheit der Systeme. Denn: "Nur ein korrekt eingebauter Kindersitz kann gut schützen", meinte ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. 14 Sitze wurden von den Experten als "sehr empfehlenswert" eingestuft, acht erhielten die Note "empfehlenswert" und zu zwei Modellen rieten die Tester nur "bedingt". Generell werden Kindersitze immer sicherer, so das Resümee.

Gewinner und Verlierer
Rückhalteeinrichtungen, die für mehrere Gewichtsklassen und Altersstufen geeignet sind, schneiden vergleichsweise schlechter ab. Autofahrer sollten Kleinkinder zunächst in einer Babyschale transportieren und diese später gegen einen Sitz der "Gruppe I" austauschen, rät der ÖAMTC-Experte. Bei den größeren Systemen bekamen "Kiddy Infinity", "Cybex Solution S", "Concord Lift Evo PT", und "Römer"-Produkte die beste Bewertung. Auch in dieser Kategorie hieß der Verlierer "Teamtex Newfix SP".

Fehler vermeiden
"Beim Einbau von Babyschalen können leicht einige schwerwiegende Fehler passieren", warnte der Club. Die kleinen Sitze werden oft falsch herum ins Fahrzeug gestellt oder nicht fest genug montiert. Außerdem könnten beim Anschnallen der Becken- und Schultergurt vertauscht oder verdreht werden, so Kerbl. Noch bis 1. Juni bietet der Club daher gratis Kindersitz-Checks bei seinen Dienststellen an. (APA/red)

25.5.2007 09:53