Dienstag, 29. Mai 2007

Älteste Foto-Kamera der Welt versteigert: Sensationeller Preis von 590.000 € erzielt!

  • Weltweites Interesse an der Schiebekastenkamera
  • Daguerreotype wurde auf Dachboden gefunden

Die älteste Foto-Kamera der Welt ist in der Wiener Galerie WestLicht um 588.613 Euro versteigert worden. Der Dachbodenfund des deutschen Professors Wolfgang Haase, ein Daguerreotype des Pariser Erzeugers Susse Freres aus dem Jahr 1839, ist damit der teuerste Fotoapparat, der jemals erzeugt wurde. Der Zuschlag ging an einen anonymen Online-Bieter.

An der 11. Fotografie-Auktion der Galerie nahmen Bieter aus Korea, Japan, den USA und Frankreich teil. Der Startpreis lag bei 100.000 Euro, den Verkaufspreis für die einzigartige Schiebekastenkamera bezeichnete WestLicht als "sensationell".

Im Vorfeld der Auktion war jedoch sogar mit einer siebenstelligen Summe spekuliert worden, wurde der Daguerreotype von Experten doch als einzig existierendes Stück einer als Mythos geltenden Kamera identifiziert.

Die Kamera, laut WestLicht-Leiter Peter Coeln die "Venus von Willendorf der Fotografie", war 170 Jahre lang nicht an die Öffentlichkeit gelangt. Seit 1940 lagerte sie in einem Münchner Dachboden, wo sie kürzlich von Wolfgang Haase gefunden wurde.

Vor dem Fund galt der ebenfalls 1839 von Daguerre's Schwager Giroux gefertigte Daguerreotype, von dem weltweit zwölf Stück in diversen Museen stehen, als älteste und wertvollste Kamera der Welt.

(apa/red)

29.5.2007 14:30