Börserl-Schreck: Immobilienpreise für
Eigentumswohnungen steigen weiter an
- Preise für Wohnungskäufe explodieren geradezu
- Auch alte Wohnungen aus den 60ern werden teurer

·Salzburg: Teuerstes Pflaster in Österreich
Kostspieliges Wohnen: 2.901 pro Quadratmeter
·10.000 Wohnungen mehr pro Jahr nötig
Zuwanderung begründet ein erhöhtes Bauvolumen
·Ab in den Süden: Es gibt neue Wohnungen!
Modern & chic: Mit Wien Süd im Süden wohnen...
·In London gibt es die teuersten Wohnungen
Luxus pur: Quadratmeter kostet bis zu 36.800 Euro
·Teuerste Wohnung Europas kostet 8 Mio.
London rangiert vor Madrid und München
Im vergangenen zwölf Monaten sind Eigentumswohnungen in Wien kräftig - nämlich um mehr als acht Prozent - teurer geworden und auch die Preise für Mietwohnungen und Büros haben in der Bundeshauptstadt kräftig zugelegt. Generell haben die österreichischen Immobilienpreise 2006/07 merklich angezogen, besonders stark in Salzburg. Dies geht aus dem am Montag präsentierten "Immobilienpreisspiegel 2007" der Immobilien- und Vermögenstreuhänder der Wirtschaftskammer (WKÖ) hervor.
Die in dem Bericht vorgelegten zehntausenden Daten sind nicht gewichtet und haben lediglich regionale Gültigkeit. Zudem seien mehr denn je Faktoren wie Lage und Beschaffenheit für den Preis ausschlaggebend, sagte Thomas Malloth, Obmann des Wirtschaftskammer-Verbandes bei der Präsentation des Preisspiegels, der heuer zum 19. Mal aufgelegt wurde. Die Daten beziehen sich auf im Beobachtungszeitraum neu auf den Markt gekommene Immobilien.
Einkommensschere bei Wohnungssuche
"Die Talsohle ist hinter uns, die Erholung hat sich weiter fortgesetzt", resümierte Malloth und prognostizierte pro futuro: "Der Konjunkturaufschwung wird sich sich weiter positiv auf den österreichischen Immobilienmarkt auswirken." Nach den nun vorgelegten Daten sind neue Wohnungen in Wien im Schnitt um acht Prozent, gebrauchte Eigentumswohnungen gar um 8,6 Prozent teurer geworden. Auch die Mieten (nicht Gemeinde, nicht Genossenschaft) sind mit 3,7 Prozent deutlich stärker gestiegen als die Inflationsrate, geht aus dem Datenwerk hervor. Den Durchschnittszahlen liegen in der Realität freilich eklatante Unterschiede zugrunde. "Die Interessenten machen heute keine Kompromisse mehr", sagte Malloth und: "Die Schere zwischen denen, die sich kaum etwas und jenen, die sich sehr viel leisten können, geht immer weiter auf."
Retro-Trend im Wohnunskauf
Eine wesentliche Erklärung für das Anziehen der Preise in Wien ist die "Zurücknahme der Bauleistungen" in den vergangenen Jahren, erläuterte Gottfried Rücklinger, Geschäftsführer des WKÖ-Fachverbandes. Weiters sei eine Rückkehr der von den Käufern lange verschmähten Wohnungen der Sechziger- und Siebzigerjahre zu bemerken. Diese würden nun zunehmend wieder nachgefragt, sagte Malloth.
"Wärmegewitter" in Salzburg
Ein noch stärkerer Preisauftrieb wie in Wien wird aus Salzburg gemeldet, dort allerdings bei gewerblichen Immobilien. Malloth verglich die dortige Situation mit einem "Wärmegewitter". Die neuen Eigentumswohnungen sind dort zwar um nur sechs Prozent teurer geworden, jedoch explodierten die Preise für Geschäftslokale in der Stadt Salzburg um 25 Prozent. Auch in den Ballungszentren in Oberösterreich ist der Immobilienmarkt zuletzt deutlich "heißer" geworden. In Tirol sind gebauchte Eigentumswohnungen um mehr als fünf Prozent teurer geworden, preiswerter wurden dagegen etwa Einfamilienhäuser in der Steiermark.
Im Handel zählt: Lage, Lage, Lage!
Im Handel setzt sich die Konzentration auf sehr gute und gute Geschäftslagen weiter fort. "Wenn sie ihr Geschäft nur 25 Meter weiter in einer Seitengasse haben, können sie von der Lage nicht mehr profitieren", sagte Christian Schaffner, Vorstand bei Infrapool, einer Firma, die Frequenzdaten für die größten österreichischen Städte ermittelt. Während in den vergangenen sechs Jahren die Frequenz in den Innenstädten generell zurückgegangen ist, legten in diesem Zeitraum die größeren Zentren um etwa zehn Prozent zu. Allein im vergangenen Jahr ist die Frequenz in den untersuchten Städten um 3,5 Prozent zurückgegangen. Zu den Verlierern zählten die Bezirkshauptstädte und dort wiederum insbesonders die schlechteren Lagen, sagte Schaffner. (APA/red)
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