Donnerstag, 24. Mai 2007

Österreich - Land der Vitamin-Verweigerer:
Jetzt plagen uns die Mangelerscheinungen

  • Fettes Essen und zu viel Alkohol machen uns krank
  • Den Österreichern fehlen vor allem die Ballaststoffe

Viele Österreicher essen zu fett und trinken zu viel Alkohol. Zu diesem Ergebnis kam die Aktion "Gesundes Essen" des Vereins für Konsumenteninformation. Anhand eines Ernährungsprotokolls wurden persönliche Essgewohnheiten der Teilnehmer dokumentiert und ausgewertet. Entdeckt haben die Experten dabei auch typische Mangelerscheinungen, insbesondere bei Ballaststoffen und bestimmten Vitaminen.

30 Prozent der Teilnehmer, zwei Drittel davon sind Frauen, nehmen zu viel Fett zu sich. Besonders schlecht ist das Ergebnis bei gesättigten Fettsäuren. 84 Prozent konsumieren davon zu viel. 45 Prozent nehmen laut der VKI-Aktion auch zu viel Cholesterin über die Nahrung auf. Knapp ein Viertel (22 Prozent) schaute in der protokollierten Woche eindeutig zu tief ins Glas. Frauen trinken dabei - umgerechnet aus der Menge Alkohol in Gramm - mehr als ein Achtel Wein pro Tag. Bei Männern gelten zwei Achtel Wein als tägliche Obergrenze.

Ausgewogene Ernährung: Fehlanzeige
Bemerkbar macht sich die üppige Ernährung auch am Gewicht der Teilnehmer. 53 Prozent sind übergewichtig, 19 Prozent haben einen Body Mass Index (BMI) von über 30 und gelten somit als adipös (krankhaft fettleibig). Das Alter der Teilnehmer reichte von acht bis 85 Jahre. Die Protokolle zeigen allerdings nicht in allen Bereichen ein Bild des Übermaßes. So mancher Teilnehmer bezieht vitamin- und ballaststoffreiche Lebensmittel nicht ausreichend in seinen Speiseplan ein. 57 Prozent essen demnach zu wenig Kohlenhydrate. Bei 71 Prozent kommen weniger als die empfohlenen 30 Gramm Ballaststoffe pro Tag auf den Tisch.

Vitamin-Verweigerer
Auch die Versorgung mit bestimmten Vitaminen wird von vielen vernachlässigt. Zu den größten Problemfeldern zählen hier Folsäure und Vitamin D, 81 bzw. 75 Prozent konsumieren davon zu wenig. Ähnlich ist das Ergebnis bei Kalzium (40 Prozent) und Vitamin E (17 Prozent). Erstaunt hat die Ernährungswissenschafter der Mangel an Vitamin C, der bei 15 Prozent der Teilnehmer nicht gedeckt ist. (APA/red)

24.5.2007 10:26