Tabuthema Scheideninfektionen - Wie sie sich optimal vorm lästigen Juckreiz schützen
- So entstehen die hartnäckigen Bakterienherde
- Die besten Tipps für eine optimale Intimpflege

·Empfänglich für Scheideninfektionen?
Die Symptome und was Sie dagegen tun können!
·Warnung vor neuer
"Designer-Vagina"!
Spätfolgen von Scham- lippenreduktion ungewiss!
·Leiden der Frau sind häufig zyklusabhängig
Oft sind statt der Psyche Hormone die Übeltäter
·Die Hölle in meinem Bauch: Endometriose!
News Leben über die viel zu unbekannte Krankheit
Für viele Frauen sind Scheideninfektionen auch heute noch ein Tabuthema, obwohl etwa jede Dritte davon betroffen ist. "Das liegt vor allem daran, dass viele Menschen Pilzinfektionen der Genitalien irrtümlicherweise immer noch als Geschlechtskrankheit betrachten, die durch Unsauberkeit oder ständig wechselnde Geschlechtspartner übertragen wird", so OA Dr. Margit Pichler, Gynäkologin im Landesklinikum St. Pölten.
"Die Frauen haben Probleme, über ihre Beschwerden zu sprechen, abgesehen von ihrem generellen Schamgefühl, Dinge unterhalb der Gürtellinie anzusprechen." Obwohl sich gerade Frauen einen offeneren Umgang mit dem Thema wünschen, sucht ein Großteil der Patientinnen erst dann eine Arztpraxis auf, wenn die Symptome der Scheideninfektion zur stärkeren Belastung wird und die Lebensqualität einschränkt.
Mögliche Auslöse: Zu enge Kleidung
Erkennbar ist eine Infektion an Symptomen wie starkem Juckreiz, Rötung und Schwellung der Schleimhaut, sowie Ausfluss. Manchmal kommen noch Schmerzen beim Wasserlassen und Geschlechtsverkehr hinzu. Auslöser der Beschwerden können unter anderem mikroskopisch kleine Hefepilze namens Candida sein, die in geringer Zahl auf jeder Haut- und Schleimhaut-Oberfläche leben. Verschiedene Einflüsse können dazu führen, dass sich die eigentlich harmlosen Hautbewohner ungewöhnlich stark vermehren und schließlich die Infektion auslösen. Dazu gehören:
zu enge Kleidung, übertriebene Hygiene mit aggressiven Intimpflegelotionen, Hormonschwankungen während des Monatszyklus ebenso wie Krankheiten - zum Beispiel Diabetes, aber auch eine falsche Ernährung mit viel Zucker und Weißmehl.
Prävention durch Früherkennung
Jede Frau kann schon im Vorfeld der Beschwerden reagieren und eine drohende Infektion verhindern. "Bei trockener Scheide und vermehrtem Ausfluss ist es ratsam, die Scheidenflora durch Zuführung von Laktobazillen zu unterstützen. Zum Beispiel mit Gynophilus Scheidenkapseln. Diese enthalten einen speziellen Laktobazillus in sehr hoher Anzahl, der besonders robust ist, sich schnell vermehrt, die Scheidenwand "besetzt" und dank seiner antibiotischen Eigenschaften viele verschiedene Krankheitserreger direkt bekämpft", so die Fachärztin Margit Pichler. "Diese Scheidenkapseln können als natürlicher Schutz gegen schädliche Bakterien und Pilze sowohl zur unterstützenden Behandlung, als auch prophylaktisch - also zur Vorbeugung - von Scheiden- und Harnwegsinfektionen eingesetzt werden."
Tipps zur richtigen Intimpflege
- nur die äußere Scheidenregion waschen, täglich, mit lauwarmen
Wasser, ohne Waschlappen, von vorne nach hinten
- keine übertriebene Intimhygiene mit parfümiertem Duschgel,
empfehlenswert ist ein milchsäurehaltiger Pflegeschaum
aus der Apotheke
- keine luftundurchlässigen Slipeinlagen
- keine synthetische Unterwäsche
- besonders jetzt im Sommer - sofortiges Wechseln der Badekleidung
nach dem Baden. Pilze lieben es feucht und warm!
- Bei besonderer Neigung zu Pilzinfektionen während der Badesaison
empfiehlt Dr. Pichler prophylaktisch 2x pro Woche Milchsäure
bildende Laktobazillen zu verwenden.
Weitere Informationen finden Sie unter
www.gesundescheide.at. (APA/red)
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