Mittwoch, 23. Mai 2007

Teenies wollen Sex und nicht Komasaufen: Austro-Jugend steht auf romantische Tour

  • Durex Studie: Ausdauer und Zärtlichkeit sind gefragt
  • 85 Mal Sex im Jahr, Liebesakt dauert 38,5 Minuten

Ministerin i.R. Lisl Gehrer wurde noch belächelt, als sie die österreichische Jugend zu mehr Sex statt Parties anhielt. Doch ihre Initiative hatte der jüngsten Durex-Studie zufolge nachhaltigen Erfolg, denn die Austro-Teenies ziehen romantische Zweisamkeit den Party-Exzessen vor.

Statt Partyleben und Highlife bevorzugen die jungen Menschen Ausdauer und Zärtlichkeit in der Liebe. Das ergab die Sexual Wellbeing Global Studie von Kondomhersteller Durex. Mehr als 26.000 Menschen in 26 Ländern nahmen an der Untersuchung teil und beantworteten Fragen zum Thema "sexuelles Wohlbefinden".

Stress als Lustkiller
In Sachen Liebe zeigen sich die Jugendlichen der Alpenrepublik, so die aktuelle Studie, von ihrer sanften und einfühlsamen Seite. Dabei kämpfen sie im Liebesalltag mit denselben Problemen wie ihre erwachsenen Vorbilder. Stress und Müdigkeit sind auch bei den jungen Österreichern die Lustkiller Nummer eins: 67 Prozent wünschen sich weniger Stress und 37 Prozent sehnen sich nach mehr ungestörter Zweisamkeit mit dem Partner.

Um eine Viertelstunde ausdauernder
Qualität vor Quantität das scheint das Motto der Österreichischen Jugend zu sein, zumindest, wenn es um Sex geht. Durchschnittlich"nur" 85 Mal im Jahr geht es im Bett zur Sache. Das ist immerhin 40 Mal seltener als bei Befragten über 20. Dafür nehmen sich die jungen Liebenden weitaus mehr Zeit, ihren Partner zu verwöhnen: 38,5 Minuten dauert bei ihnen das Liebesspiel im Durchschnitt, das sind rund 16 Minuten mehr als bei den 20- bis 24-Jährigen.

Erster Sex ist richtungsweisend
Auswirkungen auf das künftige Liebesleben hat auch das berühmte Erste Mal, brachte die Studie hervor. Weltweit gaben 60 Prozent der Befragten an, dass ihre erste sexuelle Erfahrung ihr Sexleben insgesamt positiv beeinflusst habe. Gerade beim ersten sexuellen Kontakt herrsche aber naturgemäß oft Unsicherheit. Aufregung, Unerfahrenheit und psychischer Druck führen mitunter auch zu sexuellen Problemen. (APA/red)

23.5.2007 12:02