Power6 - Schnellster Chip der Welt von IBM:
4,7 GHz Dual-Core mit 300 GB Bandbreite
- Entwicklung des Nachfolgers aber bereits begonnen

·IBM: Beschleunigung von Chips im Vakuum
35% mehr Leistung bei geringem Stromkonsum
·IBM verbucht erste Erfolge bei "3D-Chip"
Wichtiger Schritt im Wett- lauf um CPU der Zukunft
·BlueGene/L erneut schnellster Computer
35.000 Mal schneller als herkömmlicher Rechner
IBM hat mit dem Power6 seinen neuen Prozessor vorgestellt. Der Dual-Core-Chip arbeitet mit einer Rechengeschwindigkeit von 4,7 Gigahertz. Gegenüber dem Vorgängermodell wurde die Taktgeschwindigkeit damit verdoppelt, während der Energieverbrauch für Betrieb und Kühlung auf demselben Niveau gehalten wurde.
Mit dem Power6-Chip hätten Kunden, die das Vorgängermodell im Einsatz haben, nun die Wahl. "Entweder kann man die Systemleistung um 100 Prozent steigern oder bei gleicher Leistung den Energieverbrauch um die Hälfte verringern", so Franz Dornig, Sales Manager IBM System p Österreich.
Fließkommaarithmetik erstmals inklusive
Power6 kommt als Herzstück des UNIX-Servers IBM System p570 zum Einsatz und bringt eine Reihe an Neuerungen. "Es ist der erste UNIX-Mikroprozessor, der in der Lage ist, Fließkommaarithmetik zu berechnen", erläutert Dornig. Bis jetzt wurden Berechnungen, die Zahlen mit Dezimalstellen verwendeten, mit Hilfe von Software vorgenommen. Die eingebaute Fließkommafähigkeit schafft einen enormen Vorteil für Unternehmen, die komplexe Finanz-, ERP- und Steuerprogramme fahren. Ebenso wurde die Vektorberechnung verbessert, wodurch der Chip leistungsfähigere Grafik liefern kann. Zudem wurden die Caches näher an die Kerne angebunden.
Flexibilität neu
Mit dem Power6-Chip kann die Serverinfrastruktur bei gleichbleibender Leistung um die Hälfte reduziert werden, so Dornig. Zudem wurden die Funktionalitäten vergrößert, die vor allem mit dem kommenden UNIX-Betriebssystem eingeführt werden. Dabei handelt es sich beispielsweise um "Partition Mobility", die derzeit im Betastadium läuft. "Dabei kann der Anwender eine aktive, virtualisierte Partition im laufenden Betrieb auf eine andere physische Maschine verschieben. Somit können Service und Wartungsarbeiten durchgeführt werden, ohne die Systeme herunterfahren zu müssen", führt Dornig aus.
Gesamter iTunes-Katalog in 30 Sekunden runtergeladen
Um diese Performance zu erreichen, wurden insgesamt 790 Mio. Transistoren in 65-Nanometer-Fertigungstechnik auf der CPU verbaut. Der L2-Cache beträgt acht Megabyte, als L3-Cache stehen 32 Megabyte zur Verfügung. Weiters wurde die zur Verfügung stehende Bandbreite auf 300 Gigabyte pro Sekunde ausgeweitet. Damit ließe sich der gesamte Musikkatalog von iTunes in rund einer halben Minute herunterladen, rechnet IBM vor.
Keine Angst vor der Zukunft
Gegenüber der Konkurrenz sieht Dornig sein Unternehmen nun sehr gut aufgestellt. "Die Ankündigung ist bahnbrechend. Power6 ist der weltweit schnellste Chip. Ein großer Vorteil von IBM ist zudem, dass es eines der wenigen Unternehmen ist, die Chips auf Basis der RISK-Architektur produzieren und die entsprechende Roadmap für die Zukunft schon feststeht. Die Entwicklung des Power7 ist bereits angelaufen. Kunden haben dadurch die Sicherheit, dass es in der technischen Entwicklung weitergehen wird", streicht Dornig heraus. (pte/red)
