Haider denkt bei Hypo weiter an Verkauf: Entweder an Partner oder Gang an die Börse
- "Wird mit Sicherheit noch Wertsteigerung erfahren"
- Haider: 'Neid der Besitzlosen soll Freude nicht trüben'
·'profil': Hypo deutlich unter Wert verkauft
Landesbank wäre 4,2 bis 4,7 Mrd. wert gewesen
·Kärnten sagt Ja zum Verkauf der Hypo
Vertrag mit BayernLB in Klagenfurt unterzeichnet
·INFO-Grafik
Eigentümerstruktur der Hypo Group Alpe Adria
·Haider: Hypo-Verkauf
lediglich an BayernLB
Nannte Zielgrößen für neue Beteiligungsstruktur
·BayernLB: Hypo Alpe-
Adria vor Übernahme
Deutsche bieten 1,5 Mio. für 50% plus eine Aktie
·Bayern LB-Angebot für Grawe wird geprüft
Keine Aussage über möglichen Anteilsverkauf
·Grawe-Verkauf der Hypo Alpe Adria Bank
FORMAT: Gewinn muss nicht versteuert werden
·FORMAT: Verkauf der Hypo bringt Millionen
Koch & Senger-Weiss in Gruppe um Tilo Berlin
Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider kann sich vorstellen, in absehbarer Zeit weitere Landesanteile an der Hypo Group Alpe Adria zu verkaufen. "Das Unternehmen wird mit Sicherheit noch eine deutliche Wertsteigerung erfahren und das Land Kärnten wird dann ein weiteres Mal gewinnen", sagte er drei Tage nach dem vertraglich besiegelten Verkauf der Hypo-Mehrheit an die Bayerische Landesbank (BayernLB).
Konkret ist für den Landeshauptmann entweder ein Börsengang oder ein Verkauf an einen strategischen Partner, nicht aber an einen Investmentfonds, denkbar. Schon der jetzt beim Verkauf an die Bayern erzielte Gewinn sei sensationell. Während nämliche alle Hedgefonds den Wert des Unternehmens auf unter zwei Milliarden Euro angesiedelt hätten, sei dem Bayern-Deal ein solcher von rund 3,3 Mrd. Euro zu Grunde gelegen.
"Es gibt keine Investmentbank, die uns nicht schon gratuliert hat", sagte der Landeshauptmann. Den im Nachrichtenmagazin "profil" veröffentlichten Bericht, laut welchem der Wert der Hypo schon im Jänner zwischen "4,2 und 4,7 Milliarden Euro" betragen haben soll, bezeichnete Haider als "eine Sudelkampagne einer enttäuschten Raiffeisen-Partie". Raiffeisen hätte nämlich vor einem Jahr bei keiner Hypo-Kapitalerhöhung mitmachen wollen, weil es die Bank bereits am Boden gesehen habe, aber "wer zu spät kommt, wird bestraft".
Haider: "Der Neid der Besitzlosen soll uns jetzt die Freude nicht trüben." Gleichzeitig meinte er, dass "profil" jenes Blatt sei, "das am miesesten gegen Wolfgang Kulterer und die Hypo kampagnisiert hat". Deshalb sei auch eine Reihe von Klagen anhängig. "Ich hab sie auch geklagt, und sie werden mit Sicherheit verlieren", betonte Haider.
Allerdings würde es ihn freuen, wenn der Wert der Hypo wirklich in Richtung fünf Mrd. Euro steigen sollte, "denn dann machen wir ein weiteres ausgezeichnetes Geschäft". Das Land Kärnten hat per Vertrag zuletzt 24,9 seiner 44,9 Prozent an die BayernLB abgegeben und hält nach dem Closing dafür noch 20 Prozent plus eine Aktie.
(apa/red)

