EURO 2008 soll zum Familienevent werden: Palme baut auf Leidenschaft der Frauen
- EURO-Koordinator: Fifty-Fifty auch im Fußball
- Alle Gruppen der Gesellschaft zusammenführen
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Mit der Leidenschaft der Frauen und der Begeisterungsfähigkeit der Kinder soll die EM 2008 in Österreich und der Schweiz zum echten Familienevent werden. Und dieser Status ist wünschenswert, will das Sport-Ereignis des Jahres in Europa als ein rundum erfolgreiches in die Geschichte eingehen: "Nur wenn es ein Familienevent ist, erreicht es alle Gesellschaftsgeschichten", ist sich Heinz Palme, EURO-Koordinator der Bundesregierung und Geschäftsführer von "Österreich am Ball" (ÖAB), bewusst.
Schön langsam beginnt das Feuer im Lande zu lodern, das Interesse an der EURO nimmt zu. Jetzt muss der Funke nur noch überspringen. "Jemand, der sich für Fußball nicht interessiert hat, ist plötzlich mittendrin, weil seine Kinder jeden Tag nur noch von der EURO reden - dann ist diese breite Streuung erreicht", so Palme, der mit der Erfahrung des Generalkoordinator der WM 2006 in Deutschland spricht.
"Von der Regierungsspitze bis zum Wirtschafts-Management in jeder Kategorie bis hinunter zum Kindergartenkind wurde jeder erreicht. Jeder war dabei und man hat sich auch gemeinsam bewegt, man ist gemeinsam zum Public Viewing gegangen oder ins Stadion." Die schönen Bilder der vielen Gartenpartys hat er noch im Kopf, und die wünscht er sich auch für Österreich.
Mit den "Jetzt geht's los"-Events von ÖAB sollen die Menschen "wachgerüttelt" werden. "Pack ma's an." Gemäß dem Slogan "Fußball verbindet" sollen alle Gruppen der Gesellschaft zusammengeführt werden. "Das ist uns wichtig, und das soll auch nach der EURO nachhaltig erhalten bleiben. Ein höherer Stellenwert für den Fußball. Es gibt sicher noch immer viele, die sagen, mit Fußball will ich nichts zu tun haben. Wir müssen das Feuer entfachen und die Leute dann auch bei der Stange halten."
Die Funktion der "Zündler" und Multiplikatoren erfüllen die 2.008 "Botschafter der Leidenschaft" - ein Aufgabengebiet auch für Frauen. "Ohne Frauen funktioniert das ganz einfach nicht. Männer können in ihrer Form leidenschaftlich sein, aber die Frauen machen dann das Tüpfelchen auf dem i und sind auch kreativ, wenn es um leidenschaftliche Entwicklung geht", sagte Palme. Der Steirer glaubt, dass sie initiativer und ideenreicher sind, etwa beim Veranstalten der Fußball-Gartenfeste. Im Fußball gilt, was im Privatleben Regel ist: Fifty-Fifty."
Seit die Qualität der Stadien in Österreich besser wird, seien viel mehr Mädchen und Frauen unter den Zuschauern: "Das Abstoßende des Fußballs, das früher gegeben war, ist auch nicht mehr da. Man geht jetzt gern, man geht mit der Familie. Ich habe das auch gelernt zu genießen. Ich gehe eigentlich fast nicht mehr alleine ins Stadion, sondern mit Tochter und Frau. Es ist schön zu sehen, dass die schon mehr Leidenschaft als ich haben."
Bis Jahresende sollen in Österreich eine halbe Million Menschen mit dem Fußball-Bazillus infiziert sein. "Ich hoffe, dass wir im Dezember bei unserem letztes Jahresevent sagen können: 'Jetzt geht's los'. Denn die letzten Monate sind dann eh ein Selbstläufer. Dann werden eh alle verrückt, sobald die Auslosung einmal da ist."
(apa/red)










