6.000 Euro Gage pro Tag: Assinger-Job als EURO-Botschafter stößt Kärntnern sauer auf
- Fußball-Legende Hansi Müller für Innsbruck gratis
- UMFRAGE: Geht die Höhe der Assinger-Gage okay?

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Mitstimmen: Ist die Höhe der Assinger-Gage okay?
·EM-Werbung: Bis zu 300.000 für Assinger
"profil": Stadt Klagenfurt wirbt mit Ex-Skirennläufer
·Vorbereitungen für EURO 2008 auf Kurs
Anzahl der Sicherheits-
kräfte wird weiter erhöht
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·DISKUSSION: EM
2008 in Österreich
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6.000 Euro Gage pro Tag! Ex-Skirennläufer und ORF-Millionenshow-Moderator Armin Assinger kassiert für seine Dienste als EURO 2008-Botschafter ordentlich ab ("profil" berichtete exklusiv - siehe Kasten links). In Kärnten herrscht nun helle Aufregung über die Bezahlung durch die Stadt Klagenfurt. Der frühere deutsche Fußballnationalspieler und Innsbruck-Legionär Hansi Müller stellt seine Dienste für Innsbruck hingegen gratis zur Verfügung. Kritiker des Assinger-Engagements machen zudem geltend, dass der Kärntner außerhalb Österreichs weitgehend unbekannt sei.
"In Innsbruck gibt's den EM-Botschafter gratis" titelte die Zeitung "Kärntner Woche" als Aufmacher auf der Titelseite. Das Blatt berichtet auch von Hochrechnungen, laut denen Assinger für seine Aktivitäten in der Zeit vor der Fußball-EM für den Vorrunden-Austragungsort Klagenfurt insgesamt 300.000 Euro netto verdienen werde. Das wird aber von Bürgermeister-Sprecher Adi Krumpl dementiert: An maximal zehn Tagen heuer und an weiteren fünf im kommenden Jahr solle der Gailtaler für Klagenfurt Stimmung machen, was in Summe höchstens 90.000 Euro ausmachen werde.
Kritik von BZÖ und Grünen
Kritik an Assingers Gage kommt jedenfalls vom BZÖ und den Grünen. Für diese Ausgaben von Steuergeld gebe es keinen Stadtsenatsbeschluss. Der Klagenfurter Bürgermeister Harald Scheucher ist hingegen zufrieden: Assinger passe "haargenau", um die Kärntner Bevölkerung auf das kommende Großereignis einzustimmen. Auch SPÖ-Vize Ewald Wiedenbauer freut sich über den "sympathischen Werbeträger".
Der Klubchef des BZÖ im Kärntner Landtag, Kurt Scheuch, sprach von einem "ungeheuren Skandal, wie fahrlässig die Stadt Klagenfurt mit dem Geld der Steuerzahler umgeht". Er verlangte die sofortige Offenlegung des Vertrages mit Assinger sowie eine Kostenaufstellung für alle geplanten Aktivitäten rund um die EM-Werbung der Stadt.
Bisher habe man von Assingers Werbeaktivitäten wenig bemerkt, abgesehen von den Plakaten, auf denen sich Bürgermeister Harald Scheucher und sein Vize Ewald Wiedenbauer gemeinsam mit mit den Ex-Skirennläufer ablichten haben lassen, meinte Scheuch in einer Aussendung. Laut seiner Worten sei auch "zu hinterfragen, wie groß die Bekanntheit Assingers außerhalb von Österreich ist".
Bürgermeister steht dazu
Scheucher zeigte sich erzürnt über den Vorwurf, Assinger würde für seine Tätigkeit als Werbe-Botschafter bis zu 300.000 Euro von der Stadt bekommen. Der Ex-Skirennläufer werde zehn Auftritte absolvieren und dafür ein Honorar von 6.000 Euro pro Tag beziehen. Dazu komme eine einmalige Abgeltung der Fotorechte von 10.000 Euro. Scheucher: "Nach Adam Riese sind das 70.000 Euro."
"Wir in der Stadt Klagenfurt sind sehr froh, den Sympathieträger Armin Assinger zu haben, der die Kärntner Bevölkerung auf dieses Großereignis einstimmen soll", sagte Scheucher zum ORF-Radio Kärnten. Der letzte Einsatz des beliebten TV-Moderators werde anlässlich der Auslosung der Spiele in Luzern am 2. Dezember auf dem Klagenfurter Hausberg "Schleppe-Alm" stattfinden.
Hansi Müller arbeitet gratis
Die "Kärntner Woche" zitiert zudem Martin Schnitzler vom Organisationskomitee der Host City Innsbruck: "Hansi Müller bekommt von uns nichts außer den Fahrtspesen." Die Zeitung startet deshalb eine Umfrage mit den Titel: "Ist Armin Assingers Gage als EM-Botschafter von Klagenfurt gerechtfertigt?". Der Ex-Abfahrtsläufer sieht seine Aufgabe darin, "Emotionen anzuzünden und Kärnten in der Welt positiv darzustellen". (apa/red)










