Viele neue Stars und ein ganzes Stadien:
Milan und Liverpool schwimmen im Geld
- Berlusconi will unglücklichen Schewtschenko holen
- US-Duo Gillett/Hicks baut für Liverpool neue Arena
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Von Real Madrid über
Liverpool bis Barcelona

Dem Kampf um die Krone in der Königsklasse folgt im Kader der Champions-League-Finalisten ein gewaltiger Umbruch, bei dem Geld keine Rolle spielt. Beim AC Milan will Klub-Boss Silvio Berlusconi nach dem geplatzten Mega-Deal mit Barcelona-Superstar Ronaldinho, für den er 100 Millionen Euro zur Seite gelegt hatte, unbedingt seinen Lieblingsspieler Andrej Schewtschenko zurückholen. Bei Liverpool hat das US-Milliardärsduo George Gillett /Tom Hicks neben neuen Assen auch eine neue Super-Arena in Aussicht gestellt.
Geht es nach Berlusconi, soll Schewtschenko mit dem designierten Weltfußballer Kaka und Winter-Einkauf Ronaldo Milans neues Offensiv-Triumvirat bilden. "Für Sheva stehen die Türen bei uns sperrangelweit offen", sagte Italiens Ex-Premier vor dem Endspiel in Athen über seinen Wunschkicker, der ein Jahr nach dem 45 Millionen Euro Ablöse teuren Transfer nach London unzufrieden ist und von Chelsea schon die Freigabe erhalten haben soll.
Berlusconi, Medien-Zar und seit gut 20 Jahren Besitzer der "Rossoneri", bleibt damit seinem Motto "Wer mehr ausgibt, der kauft auch besser" treu. Neben Schewtschenko, der auf Milans Einladung Gast beim Finale ist, steht auch Weltmeister Fabio Cannavaro auf der Einkaufsliste ganz oben. Mit dessen Klub Real Madrid wurden in der Vorwoche Verhandlungen zum Herauskauf aus dem Dreijahresvertrag aufgenommen. In der Defensivabteilung wird sich Milan einer Verjüngungskur unterziehen müssen: Costacurta (41) wechselt in den Trainerstab, die "Oldies" Paolo Maldini (38) und Cafu (36) danken 2008 ab.
In Liverpool will Trainer Rafael Benitez seine "Reds" auf dem Weg zur ersten Meisterschaft seit 1990 so verstärken, dass sie "kontinuierlich in der Spitze mitspielen" können. Das gilt nicht nur für die Champions League, sondern vor allem für die Premier League. Gillett/Hicks, deren Kontostand auf je 5 Milliarden US-Dollar geschätzt wird, sollen für den auch von anderen Top-Klubs gejagten Carlos Tevez (West Ham) in die Tasche greifen. Der Ukrainer Andrej Woronin (Leverkusen) kam ablösefrei, der Brasilianer Lucas Leiva (Porto Alegre) wurde um 7,5 Mio. Euro verpflichtet.
Angeblich 75 Millionen Euro stellen Gillett (Inhaber mehrerer US-TV-Stationen, Fleischfabriken und des NHL-Klubs Montreal Canadiens) und Hicks (Besitzer mehrerer Getränkefirmen sowie der Dallas Stars/NHL und der Texas Rangers/MLB-Baseball) für Verstärkungen zur Verfügung. 300 Mio. Euro will das Duo darüber hinaus ins neue Stanley Park-Stadion (60.000 Plätze) pumpen.
(apa/red)
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