Gutes Omen für Milan: Deutscher Referee Fandel pfeift Finale der Champions League
- Italiener gewannen unter Fandel bisher alle Spiele
- Athens Sicherheitskräfte rüsten sich für Fan-Ansturm

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Von Real Madrid über
Liverpool bis Barcelona
Der deutsche Schiedsrichter Herbert Fandel wird das Champions-League-Finale zwischen dem AC Milan und Liverpool leiten. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) nominierte den 43-Jährigen für das Endspiel in Athen. Als Fandels Assistenten werden Carsten Kadach und Volker Wezel zum Einsatz kommen, vierter Offizieller ist Florian Meyer. Im Vorjahr hatte Fandel bereits das UEFA-Cup-Finale zwischen dem FC Sevilla und Middlesbrough (4:0) geleitet, für die WM war er jedoch nicht nominiert worden.
Auf Seiten Milans darf die Nominierung von Fandel als gutes Omen gewertet werden. Unter der Spielleitung des Deutschen gingen die Italiener in fünf Europacup-Partien ebenso oft als Gewinner vom Platz. Im Gegensatz dazu blieb Liverpool in drei Spielen unter Fandel sieg- und torlos, zuletzt pfiff der Deutsche am 6. März das schließlich bedeutungslose 0:1 gegen den FC Barcelona an der Anfield Road.
Athen rüstet sich für Fan-Ansturm
Mehr als 7.500 Polizisten und einige Tausend Sicherheitskräfte haben am Montag im Großraum um Athen ihre Vorbereitungen auf das Finale zwischen aufgenommen. 50.000 Fans aus England und Italien, davon ein Drittel ohne gültige Tickets, werden in der griechischen Hauptstadt erwartet. "Jeder Polizeimitarbeiter wurde bis Mittwoch in vollste Alarmbereitschaft versetzt", meinte ein Polizeisprecher.
Sicherheitsmaßnahmen wie bei Olympia
Rund um das Olympiastadion "Spyridon Louis" und im Zentrum Athens werden die gleichen Sicherheitsmaßnahmen gelten wie bei den Olympischen Spielen 2004. "Wir wollen beweisen, dass wir hervorragende Gastgeber abgeben", meinte Byron Polidoras, der Minister für Öffentliche Ordnung, bei einem Sicherheitsmeeting am Sonntag. Zum Endspiel wurden aus Sicherheitsgründen insgesamt 63.800 Besucher zugelassen, das Olympiastadion fasst normalerweise 72.000 Zuschauer.
Sorgen bereitet den Behörden jedoch der Gewerkschaftsverband der griechischen Polizisten, der drei Stunden vor Matchbeginn eine Demonstration für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen angekündigt hat. "Diese Aktion der Gewerkschaft ist vollkommen falsch. Sie schadet diesem Großereignis und beschämt Griechenland", kritisierte Polidoras.
(apa/red)
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