Red Zac Liga: LASK verabschiedet sich mit einem 2:0-Heimsieg in Richtung Bundesliga
- Absteiger Hartberg beendet Saison mit Untentschieden
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·Tabelle: So steht
es in der Erste Liga
Punkte und Ergebnisse der Saison 2010/2011
·Von der Sanierung bis zum Austieg
Linzer LASK überlebte einige existenzielle Krisen
·Steckbrief des Liga-Aufsteigers LASK
Linzer waren schon acht Mal im UEFA-Cup dabei
Aufsteiger LASK Linz hat die Red Zac-Liga mit einem 2:0-Heimsieg gegen FC Kärnten abgeschlossen, beendete die Meisterschaft mit 13 Punkten Vorsprung auf Schwanenstadt als Meister. Mit seinem Treffer zum 2:0 avancierte Ivica Vastic zum Torschützenkönig, er traf 2006/07 23-mal. Schwanenstadt unterlag in der 33. und letzten Runde bei den Austria Amateuren 1:3, mit diesem Ergebnis unterlag auch FC Lustenau bei Admira Wacker Mödling.
Die zweite Lustenauer Mannschaft beendete die Saison hingegen mit einem Erfolgserlebnis. Die Austria aus Vorarlberg gewann daheim gegen Parndorf 4:2. Absteiger Kapfenberg siegte in einem Steiermark-Derby bei Gratkorn 2:1, im anderen zwischen DSV Leoben und TSV Hartberg gab es ein 2:2-Remis. Die Absteiger waren schon vor dieser Runde festgestanden (vorbehaltlich der Entscheidung des Ständigen Neutralen Schiedsgerichts), neben den Kapfenbergern trifft es Admira Wacker Mödling und Schlusslicht Hartberg.
LASK geht mit 2:0
Aufsteiger LASK Linz hat sich mit einem 2:0 (0:0)-Heimsieg gegen FC Kärnten standesgemäß aus der Red Zac-Erste-Liga verabschiedet. Durch diesen 13. Saison-Heimsieg schlossen die Oberösterreicher die zweithöchste heimische Fußball-Leistungsstufe mit 13 Punkten Vorsprung auf Verfolger Schwanenstadt ab. Die Kärntner belegten mit 34 Zählern Rückstand Rang sieben.
Die erste Hälfte hatte wenig Attraktives geboten. So stand in den ersten 20 Minuten eine Fan-Gruppe im Mittelpunkt, mit Schweigen und dem Transparent "Keine Stehplätze, keine Stimmung" protestierten sie gegen die geplante Kürzung der "Steher". Schon vor der Partie war Christoph Saurer von den Austria Amateuren verpflichtet worden, viermal war er im abgelaufenen Spieljahr auch bei Cupsieger Austria Wien zum Einsatz gekommen.
Das 1:0 für den LASK fiel bald nach der Pause nach einem Eckball durch Mijatovic (49.), den würdigen Schlusspunkt setzte in einem flotten Spiel Kapitän Ivica Vastic (85.). Der Ex-Teamspieler erwischte eine Flanke mit dem Hinterkopf und verlängert den Ball ins lange Eck. Damit krönte sich der gebürtige Kroate mit 23 Treffern zum alleinigen Torschützenkönig. Bei den Linzern erhielt Charles Amoah zum Abschied vom Verein noch einmal einen Kurzeinsatz.
Austria Lustenau verabschiedet Coach mit Sieg
Austria Lustenau hat seinen Coach Heinz Fuchsbichler mit einem Sieg verabschiedet. Die Vorarlberger, bei denen Hans Kleer das Traineramt übernehmen wird, besiegten Parndorf mit 4:2 (3:0) und schlossen die Meisterschaft damit auf Rang vier ab.
Parndorf spielte vor der Pause recht ambitioniert mit, kam aber kaum einmal in den gegnerischen Strafraum. Den Lustenauer Angreifern wurde das Tore schießen hingegen nicht allzu schwer gemacht, sie sorgten eine Stunde lang für ein Fußball-Fest. Dürr (16.), Sobkova (24.) und Thiago (43.) stellten schon vor dem Wechsel die Weichen auf Sieg, den neunten im eigenen Stadion und den ersten der Saison gegen Parndorf.
Kapfenberg beendet Saison mit Sieg
Der SV Kapfenberg hat einen überraschenden Auswärtssieg beim FC Gratkorn gefeiert. Die als Absteiger feststehenden Obersteirer gewannen verdient mit 2:1 und durften ihren erst dritten Saisonsieg in der Fremde bejubeln. Die Kapfenberger hatten gegen die Gratkorner zuvor in sieben Spielen nicht gewinnen können. Gratkorn beendete die Saison auf Rang fünf, Kapfenberg blieb Vorletzter.
Die Gäste gingen mit einer 1:0-Führung in die Pause, den Treffer erzielte Liendl in der 34. Minute aus einem Elfmeter. Die Heimmannschaft schaffte fünf Minuten vor der Pause den Ausgleich. Wemmer traf mit einem Weitschuss aus 18 m, der Schuss wirkte allerdings nicht unhaltbar.
In der zweiten Spielhälfte legten erneut die Kapfenberger vor. Abwehrchef Kunzo (55.) köpfte aus kurzer Distanz nach einem Corner mit seinem zweiten Saisontor zur abermaligen Führung ein. Die Gratkorner waren im Anschluss nicht mehr in der Lage die clever verteidigende Gregoritsch-Elf entscheidend zu gefährden.
Admira ist Zehnter
Der VFB Admira Wacker Mödling hat die Saison in mit einem 3:1-(2:0)-Heimsieg gegen den FC Lustenau beendet. Die lizenzlosen Südstädter stehen damit als Zehnter zwar auf einem Abstiegsrang, könnten allerdings doch noch den Klassenerhalt schaffen. Sollte das ständig neutrale Schiedsgericht der Bundesliga dem GAK die Spielgenehmigung für die kommende Saison verweigern und der Admira im selben Atemzug erteilen, wäre die Baumeister-Elf, die ihren fünften Saisonheimsieg feierte, doch noch gerettet.
Die Admira startete vor 1.100 Zuschauern mit mehr Elan in die Partie, Schachner (3.) und Morgenthaler nach einem Solo (7.) schossen aber im 16er stehend jeweils neben das Tor. Danach erfingen sich die Vorarlberger und wurden auch gefährlich. Christian Schöpf vergab zweimal (13./25.) aus aussichtsreicher Position, dazu ging ein De Oliveira-Kopfball aus kurzer Distanz an die Latte (26.).
Die Schlussviertelstunde der ersten Hälfte gehörte wieder den Hausherren. Matthias Lindner bediente Roman Koller, der Lustenau-Goalie Auer mit einem gefühlvollen Schuss keine Chance ließ (39.). Fünf Minuten später legte Lindner mit seinem zweiten Assist ideal auf Kapitän Markus Scharrer auf, der den Ball zum vorentscheidenden 2:0 nur mehr über die Linie drücken musste (44.).
Nach dem Seitenwechsel waren vorerst die Lustenauer besser, ein Schöpf-Freistoß ging durch die sich öffnende Admira-Mauer unhaltbar für Knaller ins Tor (66.). Postwendend war aber die endgültige Entscheidung gefallen. VFB-Stütze Scharrer wurde im Strafraum von Hämmerle gelegt und der Routinier versenkte den Strafstoß selbst trocken zum 3:1 (68.). Für die Niederösterreicher war es der erste Sieg in den drei Saisonduellen mit dem FC. Die vor der Partie vier Runden in Serie ungeschlagenen Lustenauer beendeten die Saison auf dem sechsten Platz.
Absteiger Hartberg schafft 2:2
Zum Meisterschaftsabschluss rang Absteiger Hartberg im obersteirischen Duell nach zwei Saison-Niederlagen gegen den Tabellendritten dem DSV Leoben ein 2:2 ab, blieb aber dennoch auf dem 12. und letzten Platz einzementiert. Es war das vierte Auswärtsremis bei einem einzigen Sieg für die Hartberger, während die Gastgeber in ihren jüngsten zwölf Spielen ein einziges Mal verloren.
Der zukünftige Rapidler eröffnete mit einem Kopftor nach einer Ecke von Schicker in der 8. Minute den Trefferreigen, den Falk aber nach einer Flanke von Chkhetiani ebenfalls mit dem Kopf zum 1:1 beantwortete. Ein Kontertor des in der 62. Minute eingewechselten schnellen Pichlbauer, der sich gegen Mladenovic durchsetzte, bedeutete in der 75. überraschend die Führung für die Gäste. Den mehr als verdienten Ausgleich erzielte in der 81. Minute Kozelsky nach idealer Vorarbeit von Sekic und Stankovic aus kurzer Distanz mit seinem 16. Saisontreffer.
Hartberg-Keeper Feuerfeil machte große Chancen von Kozelsky, Früstük und Gründler zunichte, womit Trainer Andrzej Lesiak in seinem Abschiedsspiel ungeschlagen blieb.
Keine Chance für Schwanenstadt
Den Austria-Amateuren glückte zum Abschluss der erste Saisonsieg gegen den Vizemeister. Er war hochverdient, denn die Wiener dominierten dieses Match deutlich. Überragender Spieler auf dem Platz war Christian Schragner, der auch alle drei Treffer vorbereitete. Beim 1:0 in der 15. Minute lenkte Okotie einen Schuss seines Kollegen ab. Beim 2:0 gleich darauf spielte Schragner Grünwald ideal frei. Beim 3:0 in der 72. Minute zirkelte Schragner einen Freistoß auf den Kopf von Okotie, der zu seinem siebenten Saisontor traf. Obendrein trafen Koller in der 39. Minute und Simkovic (62.) die Stange und auch Schragner hätte sich in die Schützenliste eintragen können.
Bei den Oberösterreichern kam Lukas Mössner kaum zum Zug. Seine einzige, echte Chance auf sein 23. Saisontor und den möglichen ersten Platz in der Torschützenliste vergab der Stürmer mit einem zu schwachen Kopfball in der 52. Minute. "Ich gratuliere Ivica Vastic zur Torjägerkrone und auch zum Aufstieg. Für mich war es eine Ehre und schön, so lange mit ihm um diese Krone mitzukämpfen. Mit meiner Saison bin ich jedenfalls sehr zufrieden", meinte Mössner, dessen Elf nach acht Runden zum ersten Mal verlor, während die Austria den siebenten Heimsieg feierte. Das einzige Tor von Hartl in der 80. Minute war immerhin sehenswert, zirkelte er doch den Ball mit dem Außenrist ins lange Eck.
(apa/red)
