Donnerstag, 24. Mai 2007

"Da kannst du als Junge nur profitieren": Götschl beim Training als guter Teamgeist

  • Steirerin motiviert ihre Kolleginnen in Loipersdorf

Auch für die Alpindamen der Weltcup-Gruppe 3 hat mit dem ersten Konditions-Kurs im oststeirischen Loipersdorf der kommende Ski-Winter begonnen. Aushängeschild der Truppe von Cheftrainer Kurt Mayr ist nach wie vor Speed Queen Renate Götschl. Die Steirerin hatte vergangenen Winter die Weltcup-Kugeln in Abfahrt und Super G gewonnen, war aber unmittelbar nach Saisonende im März am Knie operiert worden.

Drei Wochen war Götschl im Frühjahr deshalb auf Krücken unterwegs gewesen und auch mehr als zwei Monate nach der Operation in Schruns muss sie sich mit dem Krafttraining zurückhalten. Radfahren geht aber bereits wieder sehr gut, deshalb nahm Götschl auch schon am ersten Konditionskurs teil, um das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken.

"Für die Jungen ist es eine Riesenchance, zu sehen, wie eine arrivierte Läuferin wie Renate arbeitet. Ich hoffe, dass das für die Zukunft Früchte trägt, speziell in den schnellen Disziplinen", sagte Mayr bei einem Pressegespräch im Hotel Stoiser. "Renate war schon im Vorjahr sehr mannschaftsdienlich, da kannst du als junge Läuferin nur profitieren."

Sieben Damen umfasst heuer die WCIII. Neben Götschl sind das Katja Wirth, Ingrid Rumpfhuber, Regina Mader, Kathrin Triendl, Simone Streng und Eva-Maria Brem, wobei Brem (Schule) und die verletzte Wirth (Seitenband-Einriss) in Loipersdorf fehlen. Auf dem Trainersektor muss man nach dem Abgang von Claudia Schiestl eine neue Physiotherapeutin suchen.

Die vielen jungen Läuferinnen, die auch auf der technischen Seite stark sind, unterstreicht die neue Allrounder-Tendenz in der Mayr-Mannschaft. Bisher war die WC3 eher speed-lastig gewesen. Vor allem Triendl und Streng haben aber auch schon im Slalom-Weltcup aufgezeigt und sollen nun auch im Riesentorlauf weiterkommen.

Vermutlich wird die WC3 im Weltcup weiterhin hauptsächlich durch Götschl vertreten sein. Wirth und Rumpfhuber müssen sich ihre Weltcup-Startplätze im kommenden Winter erst sichern, der Rest der Mannschaft wird hauptsächlich im Europacup am Start sein.
(APA/red)

24.5.2007 14:53