Samstag, 26. Mai 2007

ÖSV hält in schwierigen Zeiten zusammen: Topathleten stehen hinter Schröcksnadel!

  • Maier, Hosp & Co. beweisen bedingungslose Loyalität
  • FIS-Präsident Kasper: "Weitere Untersuchungen"
    MITREDEN: Schröcksnadel Schuld an der Misere?

Einige Top-Athleten des Österreichischen Ski-Verbandes (ÖSV) wie Hermann Maier oder Nicole Hosp haben sich hinter Präsident Peter Schröcksnadel gestellt und damit auf Spekulationen reagiert, der Tiroler müsse sich angeblich auf Druck des IOC von seinem Posten zurückziehen. Maier brachte dabei seine "hundertprozentige Unterstützung" für Schröcksnadel zum Ausdruck.

"Ich kenne nur wenige, die mit derartigem Idealismus und Leidenschaft so aufrichtig hinter einer Sache stehen wie er. Seine Ehrlichkeit und Handschlag-Qualität schätze ich sehr. Und dass er eben nicht den typischen Funktionär verkörpert, der sich bei jeder Gelegenheit im Licht anderer sonnt, sondern einen echten Macher und Gerechtigkeitsfanatiker, der die Sprache von uns Sportlern spricht. Ich weiß jedenfalls, dass ich mich uneingeschränkt und jederzeit auf ihn verlassen kann", betonte der zweifache Olympiasieger aus Salzburg.

Gesamt-Weltcup-Siegerin und Riesentorlauf-Weltmeisterin Nicole Hosp schloss sich dieser Meinung an. "Eigenartig, wie in Zusammenhang mit dem olympischen Gedanken mit unserem Präsidenten umgegangen wird. Ich bin überzeugt, dass Peter Schröcksnadel, der selbst ein begeisterter Sportsmann ist, immer im Sinne des fairen Sports handeln wird."

Für Kombinierer Christoph Bieler ist Schröcksnadel schlicht "ein perfekter Chef für den ÖSV, genau so stellt man sich vor, dass diese Arbeit erledigt werden muss, wenn man Mitglied eines Unternehmens ist. Natürlich müssen Fehler aufgedeckt und auch bestraft werden und dieser Weg wird von ihm ja auch konsequent gegangen."

Sein Kollege Mario Stecher ergänzte: "Was Präsident Schröcksnadel für unseren Sport in Österreich gemacht hat, ist unglaublich, deshalb braucht man ihn auch weiterhin dringend. Die konsequente Steigerung der Mittel von Jahr zu Jahr spricht für sich. Meines Erachtens ist es auch wichtig, dass sämtliche Trainer und Sportler, die nachweislich an unrechten Taten beteiligt waren, vom ÖSV ausgeschlossen werden und dass es eine deutliche Trennung zu anderen Sparten gibt."

Springer Andreas Widhölzl hat in seiner langen Zeit beim ÖSV gute Erfahrungen mit Schröcksnadel gemacht. "Was in dieser Zeit Positives für den österreichischen Skisport passiert ist, ist mit Sicherheit unserem Präsidenten zuzuschreiben. In diesem Sinne spricht nichts dafür, dass dieser Posten neu besetzt werden soll."

Kasper: Weitere Untersuchungen
FIS-Präsident Gian-Franco Kasper hat nach dem IOC-Urteil wegen der Turiner Doping-Affäre in einem Interview im ORF-Kurzsport weitere Untersuchungen angekündigt. "Wir müssen jetzt wieder praktisch bei Null anfangen", sagte der Schweizer und ergänzte: "Das IOC kann ja nur über den Start bei Olympischen Spielen, aber nicht bei FIS-Bewerben entscheiden." Nach weiteren Hearings "werden wir zu einem Urteil gelangen", so Kasper.

(apa/red)

26.5.2007 20:56