"Vertrauen ist nicht mehr so groß": ÖOC & ÖSV wollen in Doping-Causa nicht nachgeben
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Die rund um die Doping-Affäre von Turin aufgetretenen Differenzen zwischen ÖOC und ÖSV sind auch bei einer Studio-Diskussion zwischen Leo Wallner und Peter Schröcksnadel in der "ZiB2" augenscheinlich geworden. Wallner: "Das Vertrauen zu einigen Verbänden ist nicht mehr so groß." Der ÖOC-Boss kündigte Konsequenzen an, durch die das IOC davon überzeugt werden soll, dass in Österreich entschieden gegen Doping vorgegangen wird.
Das ÖOC werde seine Kontrollfunktion verstärkt wahrnehmen, auch wenn dies mit höheren Kosten verbunden sei. Außerdem bekräftigte Wallner noch einmal, dass sich das ÖOC die vom IOC gestrichene Förderung von 1 Million Dollar (743.605 Euro) vom ÖSV zurückholen werde.
Schröcksnadel ("Der ÖSV wird die Geldstrafe verdauen") hat nach eigenen Angaben den Eindruck, dass sich das ÖOC in der Doping-Causa beim ÖSV "abputzt" und hob noch einmal die Verantwortung von ÖOC-Generalsekretär Heinz Jungwirth hervor, der etwa für Olympia-Akkreditierungen zuständig ist. In den vergangenen Tagen habe er auf Grund der jüngsten Vorfälle mit einem Rücktritt als ÖSV-Präsident spekuliert, den Gedanken aber wieder verworfen, weil ihm von vielen Seiten Mut zugesprochen wurde.
Den Vorwurf, schon nach den Ereignissen bei Olympia 2002 in Salz Lake City zu lasch reagiert zu haben, wies Schröcksnadel zurück. Der Tiroler betonte noch einmal die klare Haltung des ÖSV gegen Doping. "Was ich sicher ausschließen kann, ist, dass wir organisiert dopen."
Das ÖOC hat in einer Presseerklärung von Präsident Leo Wallner den Österreichischen Skiverband (ÖSV) und dessen "schwerwiegendes Fehlverhalten" bei den Winterspielen 2006 in Turin für einen drohenden Olympia-Ausschluss aller österreichischer Athleten von den Spielen 2008 und 2010 verantwortlich gemacht. Diese Sperre durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) sei durch "vielfältige Maßnahmen" des ÖOC, der Bundesregierung und des Nationalrates jedoch in eine "Geldstrafe erheblicher Größenordnung" abgemildert worden.
(apa/red)
