Schlappe für US-Raketenabwehr: Test des
umstrittenen Programms ging in die Hose
- Abfangsystem erkannte abgefeuertes Geschoss nicht
- Raketenschild soll in Osteuropa installiert werden
·Raketenabwehr: USA für Allianz mit Moskau
Schild in Osteuropa auch als Schutz für Russland
·US-Raketenabwehr: Tschechien verhandelt
Topolanek: Gespräche über Radaranlage geplant
·US-Raketenabwehr: Mögliche Standorte
Ein Ort schon fixiert, vier weitere werden diskutiert
Ein Test für das umstrittene Raketenabwehrprogramm der USA ist fehlgeschlagen. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums hätte eine Abfangrakete eine Langstreckenrakete über dem Pazifik abschießen sollen. Die im US-Bundesstaat Alaska abgefeuerte Rakete sei aber nicht hoch genug geflogen und deshalb vom Abfangsystem nicht als Ziel erkannt worden, erläuterte Generalleutnant Henry Obering. Jetzt werde untersucht, weshalb der Test scheiterte. Der Versuch solle im Laufe des Sommers wiederholt werden.
Bei einem erfolgreichen Test hätte die vom Luftwaffenstützpunkt Vandenberg in Kalifornien abgefeuerte Abfangrakete über dem Pazifik mit der Langstreckenrakete kollidieren und diese zerstören sollen.
Obering zufolge besteht bei Versuchen dieser Art aber immer die Gefahr des Scheiterns, weil die Zielraketen mit älterer Technik bestückt seien. In Zukunft würden auch diese Raketen mit moderner Technik aufgerüstet, sagte er.
Die US-Regierung plant derzeit ein Raketenschild in Osteuropa, für das in Polen und Tschechien Abfangraketen und ein Radarsystem installiert werden sollen. Russland lehnt den Raketenschild entschieden ab.
(apa/red)
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