Pro-Temelin: Tschechische Rechtsextreme wollen Grenzübergang Wullowitz blockieren
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Tschechische Rechtsextremisten bereiten für den 2. Juni eine "Teilblockade" des Grenzübergangs Dolni Dvoriste/Wullowitz vor. Die Aktion der nicht im Prager Parlament vertretenen Nationalen Partei soll eine Reaktion auf die vielen Blockaden der tschechisch-österreichischen Grenzübergänge wegen des Streits um das südböhmische Atomkraftwerk Temelin sein. Die örtlichen Behörden in Dolni Dvoriste hätten "keine Einwände" gegen die geplante Demonstration, berichtete die Nachrichtenplattform "iDnes".
"Offenbar wollen sie die Grenze nicht ganz blockieren, sondern nur österreichische Fahrer stoppen und Flugblätter an sie verteilen. Gegen eine solche Demonstration haben wir keine Einwände, auch wenn wir gegen die Blockaden sind", sagte der Bürgermeister von Dolni Dvoriste, Alfred Krenauer. Ein Vertreter der rechtsextremen Partei sei bei ihm gewesen.
Die Nationale Partei will die Demonstration am 2. Juni am Vormittag zwischen 09.00 und 10.00 Uhr durchführen - zu einer Zeit, wo viele Österreicher nach Tschechien zum Einkaufen fahren. Dolni Dvoriste/Wullowitz zählt zu den meist frequentierten Grenzübergängen an der tschechisch-österreichischen Grenze.
Eine Aufforderung zur Teilnahme an der Warn-Blockade haben die Veranstalter auf der Webseite der Nationalen Partei (www.narodni-strana.cz) veröffentlicht. "Die Tschechen müssen endlich den österreichischen Provokationen und der Einmischung in unsere inneren Angelegenheiten ein klares Nein entgegensetzen und gleichzeitig ein entscheidendes Ja zur Zukunft Temelins sagen", heißt es dort bereits seit mehr als einer Woche. Tschechien sei seit langem nicht mehr Bestandteil der österreichisch-ungarischen Monarchie, meint die Nationale Partei. (apa)
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