Donnerstag, 24. Mai 2007

Wie im Märchen: Irischer Obdachloser
wurde durch einen Landtitel zum Millionär

  • Erhielt nach 12 Jahren Grundstück in Villenviertel

Ein irischer Obdachloser hat das Eigentumsrecht für das Land, auf dem er seit mehr als 20 Jahren lebt, zugesprochen bekommen und ist dadurch über Nacht zum Millionär geworden. Das 800-Quadratmeter große Grundstück liegt im Londoner Villenviertel Hampstead Heath und soll umgerechnet rund 2,94 Millionen Euro wert sein.

Harry Hallowes, ein aus dem irischen Sligo stammender pensionierter Arbeiter, lebte auf dem Grundstück eines ehemaligen Pflegeheims, seit er 1986 obdachlos wurde. Den Angaben zufolge versuchten Investoren seit 2005 vergeblich, den 71-Jährigen zu vertreiben, um auf dem Grundstück Luxus-Wohnungen zu bauen. Nun hat das Gericht zu Gunsten des Langzeit-Bewohners entschieden, der sich bisher durch kleinere Arbeiten für seine reichen und zum Teil auch berühmten Nachbarn über Wasser gehalten hatte.

Nach britischem Gesetz geht Land in den Besitz desjenigen über, der zwölf Jahre unbehelligt dort gelebt hat. Hallowes will seine provisorisch zusammengezimmerte, rund zehn Quadratmeter große Hütte nun möglicherweise gegen ein festes Domizil eintauschen. "Vielleicht baue ich mir ein Haus - jeder andere in dieser Gegend scheint es zu lieben, Häuser zu bauen", sagte er nach dem Urteil.

(apa/red)

24.5.2007 21:51