Donnerstag, 24. Mai 2007

Rebellen töten 35 Marineangehörige in Sri Lanka: Stützpunkt im Norden angegriffen

  • Auch 4 Kämpfer der Rebellen ums Leben gekommen
  • Zwei Tote bei mutmaßlichem Selbstmordanschlag

In Sri Lanka sind bei einem Angriff von Tamilen-Rebellen 35 Marineangehörige getötet worden. Kämpfer der Rebellengruppe Tamil Eelam (LTTE) hätten einen Marinestützpunkt auf der im Norden gelegenen kleinen Insel Delft angegriffen, sagte ein LTTE-Sprecher.

Danach seien die Leichen von 35 Marineangehörigen sowie Waffen gefunden worden. Nach Angaben der Rebellen kamen auch vier ihrer Kämpfer ums Leben gekommen. Die srilankische Armee bestätigte zunächst nur, dass es zu Kämpfen gekommen sei.

Bei einem mutmaßlichen Selbstmordanschlag in der Hauptstadt Colombo wurden nach Angaben von Medizinern und Polizei zwei Soldaten getötet und fünf weitere verletzt. Ein Armeebus sei im Geschäftsviertel Pettah vor dem Hafen von Colombo von einem Selbstmordattentäter angegriffen worden, teilte die Polizei mit. Wahrscheinlich sei der Armeebus von einem mit Sprengstoff beladenen Motorrad gerammt worden, das der mutmaßliche Selbstmordattentäter steuerte.

In dem seit 35 Jahren andauernden Kampf der Befreiungstiger von Tamil Eelam gegen die Regierung in Colombo kamen mehr als 60.000 Menschen ums Leben. Trotz eines 2002 geschlossenen Waffenstillstandes dauert die Gewalt an.

(apa/red)

24.5.2007 08:02