Acht Jahre Haft für Cola-Spionin: Frau wollte Geheimrezept an Pepsi verkaufen!
- Ex-Angestellte ließ Dokumente und Proben mitgehen
- Fall wurde von Pepsi selbst ins Rollen gebracht
Eine ehemalige Angestellte von Coca-Cola muss für acht Jahre ins Gefängnis, weil sie Betriebsgeheimnisse an den Konkurrenten Pepsi verkaufen wollte. Mit der von einem US-Gericht in Atlanta verhängten Haftstrafe muss die 43-jährige Joya Williams dafür büßen, dass sie heimlich Dokumente und Produktproben von Coca-Cola mitgehen ließ und für viel Geld an den Erzrivalen verkaufen wollte. Zusätzlich muss sie ihrem früheren Arbeitgeber 40.000 Dollar (29.652 Euro) zahlen. Der Fall war ins Rollen gekommen, nachdem Pepsi die Bundespolizei FBI eingeschaltet hat.
Die Anklage begrüßte das Urteil als klares Signal gegen die Industriespionage. "Angesichts der Globalisierung wird es immer wichtiger, intellektuelles Eigentum zum Schutz amerikanischer Unternehmen zu wahren", sagte Bundesanwalt David Nahmias. Künftigen Tätern werde klar gemacht, dass ihr Weg ins Gefängnis führen könne.
Ein Komplize von Williams wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt, das Strafmaß gegen einen weiteren Mittäter steht noch aus. Über die beiden Mittelsmänner wollte Williams die Geheimnisse für 1,5 Millionen Dollar an Pepsi verkaufen. Bei dem Fall ging es allerdings nicht um die höchst geheime Rezeptur von Coca-Cola, sondern um einige neu entwickelte Produkte. Die Täterin wurde durch Videoüberwachung überführt: Das FBI hatte nach seiner Einschaltung durch Pepsi Kameras in Williams Büro installiert. Sie dokumentierten, wie sie vertrauliche Akten in ihre Handtasche steckte. (apa)
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