Neue Flüchtlingstragödie vor Maltas Küste: Boot mit 53 Menschen an Bord wird vermisst
- Küstenwache sucht nach vermissten Immigranten
- Erst Tage zuvor Boot mit 26 Leuten an Bord gekentert
Vor Malta könnte sich eine neue Flüchtlingstragödie abgespielt haben. Die italienische und maltesische Küstenwache suchen nach einem Immigrantenboot mit 53 Menschen an Bord, von dem jede Spur fehlt. Das offenbar leckgeschlagenen Boot war 80 Seemeilen (148 km) südlich von Malta gesichtet worden war.
Einige der Flüchtlinge an Bord hatten per Telefon um Hilfe gebeten. Ein maltesisches Militärflugzeug entdeckte die Flüchtlinge, musste aber umdrehen, um zu tanken. Anschließend konnten die Piloten das Schiff nicht mehr lokalisieren. Auch die Suche der Küstenwache verlief ohne Erfolg.
Während der Suche entdeckten die Einsatzkräfte unterdessen auch ein Boot mit 23 Flüchtlingen an Bord, das vor Maltas Küste gekentert war. Die Insassen wurden von der maltesischen Küstenwache gerettet, eine Person ist verschollen, berichteten italienische Medien.
Erst Tage zuvor war vor Malta ein Flüchtlingsboot mit 26 Afrikanern an Bord gesunken. Einziger Überlebender war ein 23-Jähriger, der etwa zehn Stunden im Meer trieb. Fischer hatten ihn gerettet. Der Mann erzählte, er sei mit weiteren illegalen Einwanderern von Libyen aus in Richtung Sizilien unterwegs gewesen, als sich das Boot bei hoher See plötzlich gekentert sei. Die maltesischen Behörden hätten eine Suchaktion eingeleitet, die jedoch ohne Erfolg blieb.
(apa/red)
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