Eurofighter-Güteprüfung startet "wirklich": Auffassungsunterschiede verzögerten Tests
- Darabos absolvierte "Routinebesuch" bei Fischer
- Gerüchte: Erster Jet soll Dienstag in Zeltweg landen
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Die Güteprüfung des ersten österreichischen Eurofighters hat anscheinend noch gar nicht "wirklich" begonnen. Wie Verteidigungsminister Darabos nach seinem Besuch bei Bundespräsident Fischer bekannt gab, habe es bisher "einige Auffassungsunterschiede" bezüglich verschiedener Leistungskomponenten des Fliegers gegeben. Diese hätten noch geklärt werden müssen, so Darabos.
Nächste Woche starte das Verfahren (technische Abnahme durch Österreich, Anm.) aber "wirklich", so der Verteidigungsminister. Verzögerungstaktik sei dies aber keine. Die "Entwicklung" begrüßte er trotzdem, da er nun Zeit für seine Entscheidung habe.
Darabos war bei Fischer zu einem "Routinebesuch" geladen. Das Gespräch dauerte rund 40 Minuten. Thema soll hauptsächlich die Bundesheerreform gewesen sein. Die Anregung Fischers, die Arbeit des Eurofighter-Untersuchungsausschusses bis Juli zu beenden, teile er, meinte der Verteidigungsminister. Seine eigene Entscheidung werde eng mit den Ergebnissen des U-Ausschusses verknüpft sein, so Darabos weiter.
Den Ausgang der Güteprüfung wollte Darabos nicht vorhersagen: "Das wird man sehen." Zuletzt war er noch von einem negativen Ergebnis ausgegangen. Auch über die Verhandlungen mit der Eurofighter GmbH hielt er sich bedeckt. Der Ressortchef verwies auf die vereinbarte Vertraulichkeit. Er sei aber zuversichtlich, der Regierung "in den nächsten Wochen" einen guten Vorschlag machen zu können, so der Verteidigungsminister.
Erster Jet soll angeblich am Dienstag in Zeltweg landen
In den Eurofighter-Poker könnte nächste Woche wieder Bewegung kommen. Es sind Gerüchte aufgetaucht, wonach der erste österreichische Flieger kommenden Dienstag nach Österreich überstellt wird. Aus dem Verteidigungsministerium wurde das als falsch zurückgewiesen. Der Eurofighter werde am 12. Juni genauso wenig landen, wie er am 23. Mai gelandet sei, sagte ein Sprecher von Minister Norbert Darabos in Anspielung auf ähnliche Gerüchte Anfang Mai auf APA-Anfrage.
Es wird spekuliert, dass der erste Flieger kurzfristig in Zeltweg in der Steiermark landen und wieder retour zum EADS-Werk im bayrischen Manching fliegen soll. Dieses Prozedere soll aus steuerlichen Gründen nötig sein. Andernfalls wäre in Deutschland Mehrwertsteuer fällig.
(apa/red)
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