Stenzel reformiert Wiener Punschstände: Neue Modelle für Innenstadt präsentiert
- Quadermodell gewinnt den initiierten Wettbewerb
- Stenzel will ein "Gegenmodell zu Alpin-Standln"
Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel (V) will die Wiener Punschstände erneuern. Der Punschstand der Zukunft sieht aus wie ein von innen beleuchteter, aus der Form geratener Quader. Stenzel präsentierte die Sieger des von ihr initiierten Wettbewerbs "City-Design", bei dem Konzepte für urbane Marktstände erstellt wurden. Der Siegerentwurf "HP3" könnte noch im heurigen Winter als Prototyp zum Einsatz kommen.
Man habe es in Wien und speziell in der Innenstadt mit einem "Wildwuchs von Alpin-Standln" während der Vorweihnachtszeit zu tun, sagte Stenzel anlässlich der Preisverleihung im Loos-Haus am Michaelerplatz. "Dieser Verjahrmarktung der City wollte ich ein greifbares und erlebbares Modell entgegensetzen", so die Bezirksvorsteherin über ihre Beweggründe für die Ausschreibung des Wettbewerbs im vergangenen Herbst.
Als Kooperationspartner stellten sich Professor Paolo Piva und seine Klasse "Industrial Design" von der Universität für angewandte Kunst zur Verfügung. Binnen weniger Monate wurden zahlreiche Entwürfe angefertigt und eingereicht.
Weg von "üblichen Klötzen"
Die Siegerin Veronika Ritzer sieht ihr Konzept als Versuch, "einen Schritt weg vom üblichen Lederhosen-Image" zu kommen. Obwohl die praktische Form eines Vierecks beibehalten werde, unterscheide sich ihre Umsetzung formal wie ästhetisch doch deutlich von den "üblichen Klötzen". Durch die Beplattung mit einem speziellen Kunststoffmaterial, das ähnlich aussieht wie Milchglas, erfülle das Standmodell bei innerer Beleuchtung im Dunkeln auch die Funktion einer Art Leuchtskulptur.
Ein Prototyp des prämierten Objekts wird demnächst in den Werkstätten der Angewandten hergestellt und im September präsentiert werden. Mit Beginn der Punschzeit soll der Stand dann aufgestellt werden - laut Stenzel voraussichtlich am Michaelerplatz. Eine Realisierung der anderen drei ausgezeichneten Projekte ist derzeit nicht geplant. Unterstützt wurde die Initiative von der Raiffeisenbank, die das Preisgeld von insgesamt 5.000 Euro zur Verfügung stellte.
(apa/red)
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