Immer mehr Ortschaften mit Alkoholverbot:
Salzburg & OÖ werden zu "Trockengebieten"
- Betroffen: Zentrum, Spielplätze, Parks, Ruhezonen
- "Übeltäter" müssen 80 bis 218 Euro Strafe bezahlen
UMFRAGE: Alkverbot als Rezept gegen Komatrinken?

·ONLINE-UMFRAGE
Komatrinken: Sind Sie für
Alkverbot in Parks etc.?
·Teenie-Alkvergiftung
kein neues Phänomen
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·Kärnten kämpft gegen "Komatrinken"
Landesrat Scheuch präsentierte Maßnahmen
·10- und 12-Jähriger
betrunken am Fahrrad
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·Suchthelfer prüfen Anzeige gegen Disco
Drei Jugendliche nach Komatrinken im Spital
·Harte Alkoholika
erst ab 18 Jahren?
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·Aktion scharf gegen junge "Koma-Trinker"
Mehr Kontrollen, Strafen und spezielle Ausweise
·Österreich: 5 Prozent sind alkoholkrank!
16 Prozent weisen zudem kritischen Alk-Konsum auf
Besäufnisse im Park oder auf öffentlichen Plätzen werden in immer mehr österreichischen Gemeinden verboten: Wie eine APA-Umfrage in den Landesverwaltungen ergab, sind Salzburg und Oberösterreich mit 16 bzw. 17 erlassenen Verordnungen derzeit Spitzenreiter. Erlassen werden die Verbote vorzugsweise in Touristenorten. Keine aktiven Verbote gibt es derzeit im Burgenland (in Planung) und in Wien, wo die Bezirksvorsteherin der Inneren Stadt, Ursula Stenzel jedoch vehement eine promillefreie Zone in der City einfordert.
Beim Land Oberösterreich liegen 17 Verordnungen von Gemeinden auf, die ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen beinhalten. Neben einigen kleinen Ortschaften haben sich auch mehrere Bezirkshauptstädte - etwa Wels, Schärding, Braunau oder Vöcklabruck - zu dem Schritt entschlossen. Betroffen von der Regelung sind neben Arealen im Zentrum auch Spielplätze, Parks und städtische Ruhezonen.
Salzkammergut-Promenaden bleiben trocken
Fünf Alkoholverbote gibt es alleine im Salzkammergut. Beispielsweise in Gmunden muss man in einem Teil des stark von Touristen frequentierten Zentrums abstinent bleiben, etwa auf der Traunsee-Esplanade. Auch Bad Ischl, Bad Goisern, Mondsee und St. Wolfgang sind teilweise "trocken". Im Mühlviertel gibt es nur eine einzige entsprechende Verordnung, nämlich in Freistadt.
Im Bundesland Salzburg haben 16 Gemeinden sowie die Stadt Salzburg ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen verordnet. Je nach örtlichem Bedarf seien diese Verbote auf bestimmte Plätze, Straßen oder die Umgebung von Schulen und Kindergärten beschränkt, erläuterte Josef Zarl von der Salzburger Gemeindeaufsicht. Einen genauen Überblick gebe es aber nicht, weil möglicherweise nicht alle Verordnungen gemeldet worden seien, meinte Zarl.
Konkret haben bisher folgende Gemeinde Alkoholverbote verhängt und der Aufsichtsbehörde mitgeteilt: Bischofshofen, Bruck, Dorfbeuern, Elsbethen, Eugendorf, Faistenau, Hof, Kuchl, Maishofen, Oberndorf, Puch, Saalfelden, St. Gilgen, St. Johann, Strobl und Zell am See.
Saftige Geldstrafen: 80 bis 218 Euro
In der Stadt Salzburg gilt seit Mitte April ein Alkoholverbot an der Lokalmeile Rudolfskai jeweils in den Nächten auf Samstag und Sonntag von 22.00 bis 6.00 Uhr. Die Strafen reichen von 80 bis 218 Euro.
In Klagenfurt wurde in dieser Woche ein Alkoholverbot in den Parks der Landeshauptstadt beschlossen. Ein ähnliches Verbot gibt es seit einigen Jahren in Spittal, dort allerdings ist es auf den Stadtpark beschränkt. In Velden wurde ein solches Verbot für die Woche des GTI-Treffens verfügt. In den meisten Bezirksstädten wurde in den vergangenen Wochen und Monaten darüber diskutiert, zu Beschlüssen kam es aber nicht.
Wien: Stenzel fordert alkoholfreie Zonen
In der Bundeshauptstadt fordert die ÖVP-Bezirkschefin der Inneren Stadt Maßnahmen gegen Trinkgelage in Parks, in der Steiermark bestehen in sechs Orten Verbote, in Tirol in vier. Mehrere Zonen in Vorarlberg sollen die trinkfreudige Jugend abschrecken, im Burgenland gibt es dagegen kein einziges Alkoholverbot, die bekannten Weinanbaugebiete am Neusiedlersee hin oder her.
(apa/red)
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