Darabos fordert von Offizieren Loyalität
ein: Minister antwortet mit Offenem Brief
- Kritik an seiner Amtsführung mit Brief zurückgewiesen
- Nicht nur auf "Eurofighter-Problematik" ausgerichtet
Verteidigungsminister Darabos hat auf die Kritik an seiner Amtsführung mit einem Offenen Brief an die Österreichische Offiziersgesellschaft geantwortet. Darin weist er die Vorwürfe, er sei "einseitig auf die Eurofighter-Problematik" ausgerichtet und weise "wesentliche Mängel in der Wahrnehmung seiner Gesamtverantwortung" auf, zurück und fordert von den Offizieren die "erwartbare Loyalität" ein.
Die von der Offiziersgesellschaft ausgesprochenen Sorgen würden von ihm "selbstverständlich ernst genommen". Allerdings könnten nicht alle Vorwürfe unwidersprochen im Raum stehen bleiben, so Darabos. Das "derzeitige Verhalten" der ÖOG, die ein "wesentlicher Partner und Mitglied" der Bundesheerreformkommission gewesen sei, sei "der Entwicklung des Bundesheeres nicht förderlich", schreibt der Minister. "Konstruktive Beiträge" als Bestandteil der Diskussion und Unterstützung des Reformprozesses seien "selbstverständlich immer willkommen", meinte Darabos und lud alle Vertreter der Offiziersgesellschaft und Fürsprecher der Miliz zu einem offenen und konstruktiven Dialog ein. Gleichzeitig forderte er von den Kritikern jedoch "die von Ihnen erwartbare Loyalität" zu den Empfehlungen der Reformkommission sowie zum Reformprozess des Bundesheeres ein.
Zur Miliz erklärt Darabos, die Reformkommission habe festgestellt, dass diese auch weiterhin ein integraler Bestandteil des Bundesheeres sei. Auch künftig würden mehr als 50 Prozent der Mobilmachungsstärke durch die Miliz gestellt. Die zirka 30.000 Milizsoldaten würden aus selbstständig strukturierten Milizverbänden und -einheiten bestehen, erklärte Darabos und bekannte sich "uneingeschränkt" zur Heeresreform und auch "zur Miliz als wesentlichem Bestandteil" des Bundesheeres.
(apa/red)
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