Zwischenfall bei Chemiefirma in Wien: Zum wiederholten Mal Reaktion von Furanharz
- Werkmeister ist über Ursachen noch im Unklaren
- Laut Polizei keine direkte Gesundheitsgefährdung
Ein Zwischenfall in der Chemiefirma Ashland in Wien-Donaustadt hat in der Nacht auf Dienstag für Aufregung gesorgt: Wegen einer chemischen Reaktion musste die Umgebung des Firmengeländes in der Hirschstettner Straße großräumig gesperrt werden. Ein gesundheitliches Risiko für die Bevölkerung bestand laut Wiener Polizei nicht. Die Ursachen des Vorfalls sind vorerst unbekannt.
Die Feuerwehr wurde kurz nach 23.00 Uhr zu einem vermeintlichen Brand in der Kagraner Zweigstelle des Unternehmens gerufen. Der übel riechende Rauch war allerdings durch eine chemische Reaktion von so genanntem Furanharz in einem Metallbehälter entstanden. Deshalb wurde die Hirschstettner Strasse gesperrt und die Bevölkerung gebeten, "bei Wahrnehmung der Gerüche Fenster und Türen zu schließen". Messungen der Einsatzkräfte zufolge, habe aber keine direkte Gefahr bestanden. Die giftigen Dämpfe seien laut Feuerwehr nur für Menschen, die sich ohne Atemschutz im selben Raum aufhalten, riskant.
Die Ursache für die Reaktion konnte sich der Werkmeister der Firma nicht erklären, obwohl es bereits 2006 einen ähnlichen Vorfall gegeben hatte. Der Behälter wurde von der Feuerwehr abgekühlt, wodurch die Rauchentwicklung des Stoffes gestoppt werden konnte. Mit Sand wurde die ausfließende Flüssigkeit des Behälters gebunden. Um 2.25 Uhr war der Einsatz beendet und die Sperren aufgehoben. Die KD1 ermittelt nun wegen des Verdachts auf Umweltgefährdung.
Die Ashland-Südchemie-Kernfest-GmbH stellt chemische Produkte für die Gießereiindustrie und Spezialitäten im Bereich Kunstharze her, vor allem für Farben- und Lackindustrie. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Hilden bei Düsseldorf und weist drei Produktionsstandorte sowie sieben Vertriebsniederlassungen in Europa auf.
(apa/red)
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