Dienstag, 15. Mai 2007

Pestizide in Obst und Gemüse entdeckt: Stichproben zeigen neuerlich Rückstände

  • AK: Pestizid bei Erdbeer-Test überschritt Grenzwert
  • Mehr Kontrolle: Sämtliche Proben waren Importware

Bei Stichproben von Obst und Gemüse im April haben Konsumentenschützer der Tiroler Arbeiterkammer neuerlich Pestizidrückstände festgestellt. Zwischen zwei und fünf verschiedene Pestizide wurden in den einzelnen Produkten nachgewiesen. Bei einer Erdbeer-Probe wurden drei Pestizide gefunden, eines davon überschritt den Grenzwert.

Eingekauft wurde im Obst- und Gemüsefachhandel sowie im Lebensmitteleinzelhandel in Innsbruck und Umgebung. Auf Pestizidrückstände untersucht wurde vom Labor für Lebensmitteluntersuchung Analyticum in Graz. Sämtliche Proben waren Importware und stammten aus Argentinien, Israel, Italien, Spanien und Südafrika.

Die Konsumenten könnten sich auf die Beteuerungen der Wirtschaftskammer neuerlich nicht verlassen, kritisierte die AK. Notwendig wären verstärkte Eigenkontrolle der Hersteller und Importeure, mehr amtliche Kontrollen auf Pestizide und die Unterstützung der Forderung nach Festlegung von Summengrenzwerten bei den Pestiziden.

Der Obst- und Gemüsefachhandel sowie der Lebensmitteleinzelhandel wurden neuerlich aufgefordert, "ernsthafte Bemühungen daran zu setzen, unbelastetes Obst und Gemüse den Verbrauchern anzubieten".

Wer regionales und saisonales Gemüse bevorzuge, minimiere die Belastung, stärke die heimischen Produzenten und sorge für kürzere Transportwege, riet die Arbeiterkammer. Ein Umstieg auf Bioprodukte erscheine angesichts dieser Ergebnisse "sinnvoll".

(apa/red)

15.5.2007 11:55