Mittwoch, 30. Mai 2007

Schweden eröffnet eine virtuelle Botschaft: Erste diplomatische Instanz im 'Second Life'

  • Es gibt dort aber keine Pässe, nicht mal für Avatare
  • Nur Infos, wie man tatsächlich Dokumente bekommt

Schwedens Außenminister Carl Bildt hat in Stockholm die erste Botschaft eines Staates in der Internet-Welt Second Life eröffnet. Besucher können virtuell ein originalgetreues, dreidimensionales Abbild der schwedischen Botschaft in Washington betreten. In den verschiedenen Räumen gibt es ausführliche Informationen zu Schweden. Pässe oder Visa werden in der vom Swedish Institute geschaffenen Vertretung allerdings nicht ausgestellt.

Immerhin informiert die Botschaft ihre Besucher, wie sie in der richtigen Welt an entsprechende Dokumenten kommen. Gleichzeitig fungiere sie als Link zu Informationsseiten im Internet über Schweden.

Virtuelles Vertrauen wecken
"Die Rolle des Schwedischen Instituts besteht darin, für Schweden Wohlwollen und Vertrauen zu wecken. So, wie sich die Medienlandschaft verändert, verändert sich auch die Art, in der sich die Menschen Informationen beschaffen. Es ist für uns wichtig, Teil dieser Entwicklungen zu sein", sagte Olle Wästberg, Director-General des Schwedischen Instituts.

Partnerschaften geplant
Das Zweite Haus von Schweden hat, nach Angaben von Stefan Geens, Projektleiter am Schwedischen Institut, sowohl in Schweden als auch im Ausland bereits ein grosses Interesse geweckt: "Wir haben jetzt im Zweiten Leben eine Plattform, um die Kultur und den Lebensstil von Schweden zu fördern. Viele schwedische Unternehmen und Organisationen sind an einer Zusammenarbeit interessiert. Gespräche sind mit etlichen potenziellen Partnern, u.a. mit dem Karolinska Institutet und mit der schwedischen Umweltschutzbehörde, im Gange."

Das Schwedische Institut ist eine Behörde des Außenministeriums. Seine Aufgabe ist es, Kenntnisse über Schweden im Ausland zu verbreiten sowie den kulturellen und wissenschaftlichen Austausch mit anderen Ländern zu organisieren. (apa/red)

30.5.2007 10:38