Demnächst starten zwei Web-TV-Anbieter: Joost vs. Zattoo - Wer wird der Beste sein?
- E-MEDIA: Welcher Anbieter überzeugt die User?
- Zappen auf Joost und Zattoo: eine URL - 37 Sender!
Jetzt kommt das Internet-Fernsehen so richtig in die Gänge. Über die IPTV-Plattformen Joost ( www.joost.com) und Zattoo (zattoo.com) können demnächst auch österreichische User via Netz fernschauen. E-MEDIA hat die beiden Dienste bereits vorab getestet.
Anders als bisherige Anbieter (E-MEDIA berichtete) senden Joost und Zattoo ihr Programm parallel auf mehreren Kanälen. Für ein neues Programm muss also nicht mehr eine andere Website (mit TV-Inhalt) angesurft werden, sondern es kann einfach per Mausklick auf einen anderen Sender gezappt werden.
Viele Channels, alter Content
Über 150 unterschiedliche Sender finden sich bei Joost im Angebot. Allerdings sind nicht alle weltweit abrufbar. Für österreichische Test-User (Anmeldung über www.joost.com) stehen momentan 27 Channels zur Verfügung - und zwar quer durch alle Genres: von Zeichentrickfilmen und Animationen über Unterhaltung und Spielfilme bis hin zu Sport und Lifestyle. Auf jedem Kanal kann der User einzelne Sendungen abrufen. Die schönsten Tore des Brasilianers Ronaldo sieht man zum Beispiel auf The Soccer Channel.
Aktuelles TV
Die TV-Inhalte kommen von Medienpartnern wie Viacom (MTV, Paramount Pictures
) und CBS (Serien wie CSI, King of Queens). Bisher beschränkte sich das Angebot jedoch hauptsächlich auf älteren Content: Online sind Pokerturniere aus dem Jahr 2004 (Channel: World Poker) oder fünf Jahre alte Weltrekord-versuche (Channel: Guinness World Records Day). Das Musikprogramm ist da schon aktueller: Englands Shootingstar Mika trällert auf dem Kanal IMF. Überzeugend ist die Sendequalität: Joost läuft zwar teilweise etwas ruckelnd, aber im Fullscreen am PC. Zu den TV-Inhalten bietet die Joost-Plattform - ganz in Web 2.0-Tradition - auch interaktive Features: Instant Messaging, Channel Chats, Ratings, Message Boards und Newsticker.
TV-Sender online
"Zattoo serviert auf legalem Weg Live-TV - wie ein Kabelanbieter. Wir machen kein eigenes Programm, sondern arbeiten eng mit den Fernsehanstalten zusammen und können so professionell produzierten Content liefern", beschreibt Mitbegründer Sugih Jamin die Vorteile von Zattoo. Das heißt, TV-Sender wie ORF, RTL, PRO 7, SAT.1, ARD, ZDF, Viva, Rai Uno bis Tre, France 2 bis 5 und viele andere mehr werden 1:1 im Web übertragen. Das Angebot ist für die User gratis. Beim Start bzw. Wechsel auf einen anderen Kanal wird jeweils ein Werbespot ausgestrahlt (darüber finanziert sich Zattoo). Insgesamt kann man aus 48 Kanälen wählen, aber auch hier gibt es - wie bei Joost - regionale Beschränkungen (E-MEDIA testete vorab 40 Sender, nur bei zwei davon kam es zu Verbindungsschwierigkeiten).
Österreich-Empfang ab Juni
Standardmäßig werden die Sendungen nur in einem kleinen Bild angezeigt, wobei die Qualität aber überzeugt. In Ländern wie der Schweiz, Dänemark oder England ist Zattoo schon empfangbar, insgesamt sind bereits 300.000 User registriert. Österreichische Nutzer müssen sich noch bis Juni gedulden - dann startet Zattoo hierzulande, vorerst jedoch nur mit zehn Kanälen. Dafür ist auch der ORF mit seinen beiden Sendern im Online-TV-Angebot vertreten.
TV-Inhalte am PC
Um in den Genuss von Internet-TV zu kommen, sind drei Schritte notwendig: registrieren (mit E-Mail-Adresse und Passwort), danach Software runterladen und installieren. Bei Joost kann man sich schon vorab über die Website für einen Test-Account anmelden oder sich von bereits registrierten Usern "einladen" lassen. Diese Einladungen findet man auch auf www.joostforum.de.
P2P-Technik
Sowohl Joost als auch Zattoo basieren auf der Peer-to-Peer-Technik. Das heißt: Jeder Rechner im Netz ist Sender und Empfänger. Der Haken: Der Breitband-Bedarf der Systeme ist enorm. Der Joost-Client lädt pro Stunde etwa bis zu 350 MB an Daten herunter und 105 MB hoch.
Die ganze Story gibt`s im aktuellen E-MEDIA 10/2007!
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