Dienstag, 15. Mai 2007

Ivica Vastic: Comeback des alten Meisters

Der 37-jährige Torschützenkönig feiert mit dem LASK den Wiederaufstieg in die T-Mobile Bundesliga.
ZU GUT FÜR DIE ZWEITE LIGA. Ivica Vastic führte den LASK entgegen allen Vorhersagen zurück in die T-Mobile Liga.

Ivica Vastic liebt das Training: Stets ist er in Bewegung, selten verliert er den Ball, niemals sein Lachen. Im Kreise seiner LASK-Mitspieler auf der Linzer Gugl fällt der 37-Jährige optisch nicht auf. Es sei denn positiv. „Ich bin fit“, sagt er. Und hat es in der Red Zac Liga unter Beweis gestellt. Er führt die Torschützenliste an, schoss den Linzer Traditionsklub nach sechs Jahren in der zweiten Liga zurück in die erste. Die Aufbruchsstimmung ist bei der Meistertellerübergabe am Dienstag im mit 15.000 Fans ausverkauften Stadion spürbar. „Die Fans sind hungrig“, jubelt Vastic, der als bester Spieler einer Liga geehrt wird, die als Talenteschmiede gedacht ist.

Vom Star zum Zweitligisten. Aus seinem Talent, so hieß es oft, hätte Vastic mehr herausholen können. „Aber ich schaue ruhig auf meine Karriere zurück“, beteuert der gebürtige Kroate, der seine beste Zeit bei Sturm Graz erlebte. Zwischen 1994 und 2002 wurde er zweimal Meister, qualifizierte sich dreimal für die Champions League. 1998 traf er bei der Fußball-WM zum 1:1 gegen Chile. Nach Verpflichtungen in Japan (2002/03) und bei der Austria (2003–05) wechselte er zum LASK in die zweite Liga, und so schien der Ausnahmekönner letztlich in der Versenkung zu verschwinden.

Jungbrunnen LASK. Nun feiert Vastic gemeinsam mit dem LASK eine Art Wiederauferstehung. Sein für einen Hochleistungssportler fortgeschrittenes Alter? Egal. Immerhin ist er sogar für die EM 2008 ein Thema. Vastic hält sich raus, widerspricht aber auch nicht. Schließlich waren es immer die Herausforderungen, die ihn antrieben. So auch, als ihm vor zwei Jahren LASK-Boss Peter-Michael Reichel anbot, für ein 20stel des Austria-Gehalts bei dem Zweitligisten zu spielen. „Mich reizt die Aufgabe“, beteuerte Vastic, als es hieß, er wolle seine Karriere nur geruhsam auslaufen lassen. Der Gegenbeweis folgte: 2005/06 wurde er Torschützenkönig, der LASK Vizemeister. Ein Jahr später ruft die Bundesliga.

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15.5.2007 15:42