"Menschliche Flutwelle": Mindestens eine
Milliarde Flüchtlinge weltweit bis 2050
- Studie: Migration schadet vor allem armen Ländern
- Vertreibung durch Katastrophen und Konflikte

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Mindestens eine Milliarde Menschen werden einer neuen Studie zufolge in den kommenden vier Jahrzehnten auf Grund von gewalttätigen Konflikten und Umweltkatastrophen zu Flüchtlingen. Das sei die größte Vertreibungswelle der modernen Geschichte seit dem Zweiten Weltkrieg, heißt es in einer Studie der britischen Hilfsorganisation Christian Aid.
"Wir glauben, dass die erzwungene Migration die schlimmste Bedrohung für die armen Menschen in den Entwicklungsländern ist", sagte John Davison, Autor der Studie "Menschliche Flutwelle: Die wahre Migrationskrise".
Rund 645 Millionen Menschen würden bis zum Jahr 2050 wegen Entwicklungsprojekten wie neuen Staudämmen oder Bergwerken zur Auswanderung gezwungen. 250 Millionen müssten vor durch den Klimawandel bedingten Umweltkatastrophen wie Flutwellen, Hunger und Trockenheit fliehen, hieß es in der Studie. Experten befürchteten, die neuen Wanderungsbewegungen könnten bereits existierende Konflikt anheizen und neue verursachen - und das vor allem in den ärmsten Ländern der Welt. Derzeit seien weltweit rund 163 Millionen Menschen auf der Flucht. (apa/red)
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