"Bloß nicht verstecken!": DFB-Manager Bierhoff macht Österreichern Mut für EURO!
- Deutsche wollen sich EM-Traum in Österreich erfüllen
- Hicke auf dem richtigen Weg: "Braucht langen Atem!"

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Im Rahmen der "Jetzt geht's los"-Tour der EURO-2008-PR-Initiative "Österreich am Ball" hat Oliver Bierhoff, der Manager des deutschen Fußball-Nationalteams, über seine Erfahrungen bei der WM 2006 in Deutschland referiert. Der ehemalige Spieler von Austria Salzburg sagte auch, dass sein Team im kommenden Jahr bei der EM triumphieren wolle. Den Österreichern empfahl er, ruhig und gelassen zu bleiben.
"Als Deutsche freuen wir uns, dass die Europameisterschaft so nahe an Deutschland ist. Wir haben fast das Gefühl, dass die WM weitergeht", sagte Bierhoff, der große Erwartungen in die EURO 2008 setzt: "Wir wurden beim Sommermärchen 2006 geküsst, jetzt wollen wir bei der EM die Vollendung und den Titel holen." Der Manager des DFB-Teams bezeichnet Weltmeister Italien, Frankreich und England als größte Konkurrenten um den Titel.
Bierhoff sieht harte Zeiten auf ÖFB-Elf zukommen
Für das österreichische Team erwartet Bierhoff eine harte EM. "Denn sportlich ist das Überstehen der Vorrunde bei der EM sicher schwieriger als bei einer WM", sagte der 39-Jährige. Trotzdem glaubt er, dass Hickersberger auf dem richtigen Weg sei. "Wir haben auch seit 2004 auf junge Spieler gesetzt. Wichtig wird sein, zu wissen, welchen Weg man gehen wird. In der Vorbereitung nicht auf Einsprüche von außen zu hören und einen langen Atem zu haben."
Bei einer guten Auslosung und einem guten Start sei auch für Österreich bei der EURO viel möglich, glaubt Bierhoff: "Die Mannschaft darf sich nur nicht verstecken, darf keine Angst haben. Schlecht wäre es, wenn sie bei der Heim-EM ohne Herz, Leidenschaft und Mut agieren wird."
Dem ÖFB empfiehlt Bierhoff auch die Installierung eines Managerpostens, wie er ihn selbst beim DFB ausfüllt: "Der Manager muss Verständnis für wirtschaftliche Notwendigkeiten haben, muss in Strukturen denken. Dann kann er dem Trainer den Rücken frei halten, und dieser kann sich auf das Sportliche konzentrieren. Wichtig ist aber auch absolute Loyalität und exakte Aufgabentrennung. Ich habe mich nie ins Sportliche eingemischt, habe deshalb auch immer auf der Tribüne Platz genommen."
Das Engagement von Didi Mateschitz bei seinem Ex-Klub Salzburg, bei dem er in der Saison 1990/91 in 32 Spielen 23 Tore erzielte hatte, sieht Bierhoff positiv: "Das ist wie das Engagement von Stronach oder Daum. Das gibt der Liga neue Impulse." International sieht er aber schwere Zeiten auf das "Bullen-Team" zu kommen. "Weil die Salzburger in der Liga zu wenig gefordert werden. Der internationale Fußball hat sich so weit entwickelt, dass sogar deutsche Klubs wie Bayern München Schwierigkeiten haben, mitzuhalten", sagte der Wahl-Münchner.
(apa/red)










