Dienstag, 15. Mai 2007

"Müssen diesen 'shit' noch umdrehen": NHL-Export Vanek gibt im Playoff nicht auf

  • Sabres-Trainer Ruff: "Es braucht etwas besonderes"

Die Buffalo Sabres gaben sich verbal noch nicht geschlagen. Aber den Eindruck, noch an das Stanley Cup-Finale zu glauben, hat in den Katakomben des Scotiabank Place nach der 0:1-Niederlage gegen die Ottawa Senators keiner von ihnen gemacht. "Wir müssen schauen, dass wir diesen 'shit' noch umdrehen. Man muss daran glauben, sonst können wir gleich zu Hause bleiben", meinte ein schwer enttäuschter Thomas Vanek, nachdem die Senators im Conference-Finale mit 3:0 in Führung gegangen sind.

Doch die Senators scheinen in dieser Playoff-Serie zu stark. Die Sabres haben Ottawa bisher dreimal aus dem NHL-Playoff eliminiert, die Zeit der Revanche ist für die Kanadier offenbar gekommen. "Das große Bild ist klar für jeden. Wir müssen jetzt von Drittel zu Drittel schauen", meinte Vanek. Eine Erklärung, warum das Duell der beiden besten Teams im Osten so eine klare Angelegenheit ist, hatte der 23-jährige Steirer nicht. "Sie sind sehr stark und wir spielen nicht, was wir können. Vielleicht versuchen wir zu viel alleine, wir müssen mehr miteinander spielen", meinte er.

Auch Trainer Lindy Ruff weiß, dass "es etwas besonderes braucht, aber wir müssen immer daran glauben. Uns muss etwas gelingen, das uns wieder ein bisschen Leben einhaucht." Ruff erinnerte an den Saisonstart, als die Sabres Siegesserien geschafft hatten. Mit vier Siegen ein 0:3 noch umzudrehen ist allerdings erst zwei Mannschaften gelungen, 1942 den Toronto Maple Leafs und 1975 den New York Islanders. "Lasst uns 2007 dazu fügen", meinte Ruff darauf angesprochen. Doch überzeugend klang das nicht.

Während die Sabres die Hoffnung noch nicht aufgeben wollen, wollen die Senators noch nicht von einer Entscheidung sprechen. "Es ist nichts garantiert", meinte Torhüter Ray Emery. Kapitän Daniel Alfredsson gab sich ebenfalls äußerst zurückhaltend. "Ich denke nicht so, dass es schon vorbei ist. Ich nehme nichts als gegeben an", so der Siegestorschütze. Ihr selbstbewusstes und aggressives Auftreten auf dem Eis spricht allerdings eine andere Sprache.

(apa/red)

15.5.2007 10:40